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Bautzen: Ortenburg


Ortenburg
Ortenburg 3-5, 9
02625 Bautzen

Historisches
Die Ortenburg auf einem Felsplateau war die Stammburg der Milzener. König Heinrich I. begründete 928 eine Landesburg und ließ mit dem Bau der Ringmauer beginnen. Sein Sohn Otto I. beendete diesen Bau und ließ zudem die Ortenburg errichten. 1018 fand auf der Ortenburg ein wichtiges historisches Ereignis statt, als der Frieden von Bautzen zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Polen geschlossen wurde. Das "Castrum Budissin" wurde 1158 Verwaltungszentrum, als die Lausitz als Lehen an Böhmen ging. 1405 erfolgte die erste namentliche Erwähnung als Ortenburg. Sie war Sitz des jeweiligen Landesvogts seit dem späten 13. Jahrhundert bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Anschließend diente sie der Oberlausitzer Oberamtsregierung als Sitz bis ins 19. Jahrhundert hinein. Die erhaltenen Befestigungen der Burg stammen aus dem 15. Jahrhundert. Nach den Stadtbränden 1401 sowie 1441 wurden Ausbau- und Sanierungsarbeiten getätigt. 1479 wurde sie dem ungarischen König Matthias Corvinus zugesprochen, der den Neubau der Ortenburg zwischen 1483 und 1486 veranlasste. Aus dieser Zeit stammt auch der nach dem König benannte Matthiasturm. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Ortenburg zweimal durch Brand schwer zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten dauerten lange Zeit an und wurden erst 1698 beendet. 1649 wurde das Hofrichterhaus fertig gestellt, zu Ende des 18. Jahrhunderts folgten neben weiteren Baumaßnahmen das Kornhaus, ein Magazingebäude und das Salzhaus, welches 1869 als Schwurgerichtsgebäude neu erbaut wurde und das seit 1971 das Sorbische Museum beherbergt. Einige Bauten wurden in Laufe der Zeit abgetragen und 1945 wurde die Ortenburg schwer beschädigt.

Nachwendezeit
In den 1990er Jahren wurde die Burg saniert und 2003 der Bau des Burgtheaters abgeschlossen.

Heutige Nutzung
Heute wird die Ortenburg hauptsächlich durch das Oberverwaltungsgericht und das Sorbische Museum genutzt.

Sorbisches Museum
Öffnungszeiten: Apr.-Okt. Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr, Nov.-Mrz. tgl. 10-17 Uhr
Eintritt: 3,50 EUR / 2,00 EUR
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