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Neukirchen/Pleiße: Kanzleilehngut Carthause


Kanzleilehngut Carthause
Werdauer Straße 59
08459 Neukirchen/Pleiße

Historisches
Das Kanzleilehngut geht im 13. Jahrhundert auf ein altes Kloster zurück, das durch die Kriegswirren des 15. Jahrhunderts zerstört worden war. Margarethe von Österreich, Witwe des sächsischen Kurfürsten Friedrich I.. der Sanftmütige, und Hans Federangel bemühten sich um die Stiftung eines Klosters für die Carthäusermönche und bekamen dazu das verfallene Augustinerkloster von Otto Gries überlassen. Die Abtretungsurkunde stammt aus dem Jahre 1478, das Kloster war drei Jahre hernach wieder aufgebaut worden. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts, mit der Reformation, wurde das Kloster schon wieder aufgelöst. Die Klostergüter kamen an den Kurfürsten, der sie durch Heinrich von Ende verwalten ließ. 1533 wurde Nikolaus Kitzscher zum Verwalter bestimmt, 1542 Alexander von Eichicht. Hans Grunder zu Nissmann war der letzte Verwalter, bevor das Klostergut an Hans von Bora abgetreten wurde. Im Lehnsbrief von 1543 war von einem Vorwerk Carthause die Rede. 1560 verkaufte er das 1552 als Rittergut erwähnte Gut an Hans von Weissbach.

Das Rittergut kam danach an Ernst von Beust sowie 1576 an Carl von Schönitz. 1615 wurde es an Johann Georg von Meusinger veräußert. In den folgenden Jahren entbrannte ein Hin und Herr zwischen mehreren Besitzern auf Zeit aufgrund ihren Schulden. Schließlich fiel das Rittergut Carthause an den sächsischen Kurfürsten. August der Starke übereignete Carthause 1725 dem Grafen Heinrich von Bünau, der es nachfolgend an den Edlen von der Planitz übertrug. Auch dieser behielt Carthause nicht lange und vermachte es an die Brüder Gerlach, die es wiederum Carl Christian Hübler überließen. Dieser ersuchte 1759 erfolgreich den Kurfürsten, das Rittergut künftig als Allidoalgut zu besitzen. Die Nachkommen der Familie Hübler besaßen das Gut noch im 19. Jahrhundert. Ihnen folgte Johann David Falk. 1834 erfolgte eine urkundliche Nennung als Kanzleilehngut.

Nach 1945
Das Herrenhaus wurde 1946/1947 abgerissen.

Heutige Nutzung
Das Pächterhaus wird bewohnt.

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