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Struppen: Rittergut Struppen


Rittergut Struppen
Südstraße 22
01796 Struppen

Historisches
Erstmals tauchte ein Vorwerk 1438 in den historischen Quellen auf. Bei der weiteren Entwicklung gehen die Quellen jedoch weit auseinander. Bezeichnet die eine noch 1696 ein "Vorwerk auf dem Berge" und weist ein Rittergut erst ab 1764 nach, so soll die Entstehung und Ersterwähnung des Rittergutes Neustruppen einer anderen Quelle zufolge 1641 unter Johann Siegismund von Liebenau erfolgt sein. Dieser hatte dazu das damals wüst liegende und ruinöse Vorwerk wieder aufbauen und nutzbar machen lassen. 1756 befand sich hier im Siebenjährigen Krieg das Hauptquartier der Sächsischen Armee. Als weitere Besitzer sind u. a. die Herren von Oelsnitz und von Loß bekannt. Das auf einem Felsen stehende Rittergut Neustruppen war kurfürstliches Versorgungsgut für Beamte und Adelige und blickt auf weit über 30 Besitzer zurück. Der Uhrturm stammt aus dem Jahre 1730, der große Turmanbau erfolgte im 19. Jahrhundert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie 1975 erfolgten weitere Anbaumaßnahmen.

1945
Nach Kriegsende wurde das Rittergut als Krankenhaus und TBC-Heilstätte, ab den 1970er Jahren als Psychiatriepflegeheim genutzt.

Nachwendezeit
Das Rittergut Struppen fand 2008 neue Besitzer, die es als Künstlerhaus und Wohnstätte nutzten und ökologische gastronomische Versorgung planten. Aus persönlichen Gründen mussten die Eigentümer das Rittergut wieder verkaufen.

Heutige Nutzung
Der Komplex steht überwiegend leer, eine Nutzung des Herrenhauses ist nicht absehbar. Ein Teil der Wirtschaftsgebäude wird zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt.

HINWEIS! Selbst wenn ein Gebäude oder Grundstück als leer stehend beschrieben wird, berechtigt dies NICHT zum unbefugten Betreten!

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