Englische Landschaftsparks


Form und Stil des englischen Landschaftsparks entwickelten sich im 18. Jahrhundert in England, nachdem man die barocken Gartenformen leid wurde und auf der Suche nach einem ganz bewussten Kontrast zu den streng geometrischen Formen der französischen Gartenkunst war.

Das Grundkonzept der englischen Landschaftsparks bestand darin, sich vielmehr an der Natur und den natürlichen Gegebenheiten der Landschaft zu orientieren, diese für die Gestaltung zu nutzen und Akzente zu setzen. Man setzte auf Abwechslung, wollte Neugier wecken, Leichtigkeit schaffen und für Überraschungen sorgen.

Besondere Merkmale der englischen Gartenkunst sind unter anderem Wege und Flüsse, die sich durch die Landschaft schlängeln, natürliche oder natürlich wirkende Seen und Teiche, großzüge, weite Rasenflächen, aus der Ferne unsichtbare Gräben, die den Park auf dezente Art von der weiteren landschaft abgrenzen ohne auf störende Mauern und Zäune zurückzugreifen und akzentuierende Bauten. Dazu zählten künstliche Ruinen, Grotten und Eremitagen ebenso wie antike Tempel und kleinere Staffagen. Bauten der Neogotik kam gegen Ende des 18. Jahrhunderts dazu. Auf Blühpflanzen wurde weitestgehend verzichtet, stattdessen bevorzugt kleinere Wälder gepflanzt.

Der englische Landschaftspark steht in enger Verbindung mit den ebenfalls aufkommenden sogenannten emotionalen Landschaftsparks, als sich die Menschen voller Melancholie die Zeit der Romantik zurücksehnten und dies vor allem mit dem Bau künstlicher Ruinen zum Ausdruck brachten.

Eine Übersicht über Englische Landschaftsparks als Schlossparks mit Fotogalerien finden Sie hier auf meiner privaten Homepage.

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