Über "Sachsens Schlösser": Version 2.5


Über Neuerungen und Zielsetzung des Portals

Von Zeit zu Zeit melden sich Nutzer per E-Mail, die Veränderungsvorschläge zur Benutzung von "Sachsens Schlösser" unterbreiten. Manche Vorschläge sind auch durchaus sehr gut, jedoch technisch mit den gegebenen Möglichkeiten nicht umsetzbar. Das Einfügen bestimmter Zusatzkomponenten könnte locker ein Budget von mehreren Tausend Euro verschlingen und stößt dadurch an Grenzen. Bereits Recherche, Besichtigungen und Beitragserstellung sowie die Pflege der Website erfordern ein hohes Maß an zeitlichem wie auch finanziellem Aufwand, der von mir allein privat erbracht wird.

Unabhängig davon steht der Seitenaufbau selbst permanent auf meinem eigenen Prüfstand. Oft sind es Kleinigkeiten, die überdacht werden wollen. Im Frühjahr 2012 begannen die Überlegungen, die genutzte Software auf die neueste Version umzustellen, was mit dem größten zeitlichen Aufwand bisher verbunden wäre. Am 1. August begannen die Arbeiten dazu, die schätzungsweise dreihundert Zeitstunden in Anspruch nehmen werden. Dennoch hoffe ich, die Umstellung bis Jahresende final abschließen zu können.

Mit der aktuellen Version wird das Arbeiten im Background nochmals vereinfacht, außerdem können Zusatzangebote, die in den letzten Monaten vorbereitet wurden, integriert werden. Damit wird meinem persönlichen Anliegen, das Projekt komplex auszubauen, Rechnung getragen. Desweiteren ist eine Änderung des Designs erforderlich, da das bisherige von der aktuellen Version nicht mehr unterstützt wird. Mit dem neuen Design werden erneut Verbesserungen in der Menüführung und Übersichtlichkeit ermöglicht.

Die gesammelten Werke online zu stellen und dadurch einem breiten, thematisch interessierten Publikum zugänglich zu machen, hat auch für mich als Initiatorin mehrere positive Nebeneffekte. Einerseits entsteht ein gewisser Druck, nämlich der, möglichst viel Zeit aufzuwenden, um das Informationsangebot der Homepage beständig zu erweitern, zu vervollständigen und aktuell zu halten. Andererseits schärft ein solches Projekt die eigenen Sinne und bildet weiter.

Mit den über die Jahre gesammelten Informationen über sächsische Rittergüter und Burgen soll anderen Interessierten die Möglichkeit gegeben werden auf bereits zusammen getragene, teilweise schwer erhältliche Informationen zugreifen zu können. Auch wenn es ähnliche Online-Präsentationen gibt, hat doch jeder einzelne Initiator eigene Ideen und eigene Konzepte, was das Angebot und dessen Umfang betrifft. Den Interessierten steht es frei das für sie passende Angebot zu nutzen, und im besten Fall profitieren sie von einem Mix aus mehreren Quellen.

Die Arbeit an "Sachsens Schlösser" ist informativ und aufschlussreich. Sie bietet die Möglichkeit mit anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen und Interessantes zu erfahren. In den historischen Gebäuden sehe ich Zeitzeugen, die mitunter Jahrhunderte alt sind und noch immer erstrahlen, auch wenn ihre Fassade rissig ist, die aufgrund ihres Alters auf ihre eigene Art und Weise Geschichten erzählen, aus guten Zeiten, aus schlechten Zeiten, und die ein hohes Maß an Respekt verdienen. Aus diesem Grund begegne ich ihnen jedes Mal mit einer unvoreingenommenen Faszination.

Immer wieder spannend und aufschlussreich sind Gespräche mit älteren Einwohnern in zumeist ländlichen Gegenden, die dort bereits aufgewachsen sind und ihrem Heimatort nach so vielen Jahrzehnten noch immer die Treue halten. Sie erinnern sich an Erlebnisse gerade so, als wären diese erst letzte Woche geschehen. Sie erzählen vom Rittergut, auf dem die Großeltern gearbeitet haben, von der Kindheit, als sie die Ferien auf dem Gut des angesehenen Grafen verbringen durften, von der Explosion eines Blindgängers einige Zeit nach Kriegsende, bei der das Schloss vollkommen zerstört wurde. Die immer weniger werdenden Zeitzeugen sind von quasi unschätzbarem Wert und oft höchst begeistert "von früher" erzählen zu dürfen.

Ein Projekt wie dieses wird mit Sicherheit nie seinen Abschluss finden. Es wird auch in den nächsten Jahren noch genug zu tun geben, um auch zu den bislang weniger beschriebenen der über zweitausendzweihundert Objekten weitere Informationen zu ihrer Geschichte, zu ihrer Erbauung und zu ihren Besitzern zu ermitteln und einzuarbeiten. Mehrere Rittergüter müssen noch besichtigt und mit einem aktuellen Foto versehen werden. Die Arbeit am Projekt "Sachsens Schlösser" ist wie ein Fass ohne Boden und so sieht es an der einen oder anderen Stelle der Homepage so aus, als wäre zu diesen Objekten nicht besonders viel getan. Das kann durchaus sogar richtig sein, denn nicht jedes Rittergut und gleich gar nicht jedes Vorwerk ist derart bedeutend gewesen wie beispielsweise eine Festung Königstein oder eine Burg Rabenstein, zu denen es eine Vielzahl von heranziehbaren Quellen gibt. In manchen Fällen ist bereits ein einzelner Satz in einer Ortschronik oder eine Information eines Einheimischen, der sich an den Namen des letzten Besitzers vor der Enteignung 1945 erinnern kann, ein Glückstreffer, um überhaupt einen Anhaltspunkt zu haben.

Es bestimmtes System, an welchen Objekten als nächstes gearbeitet wird, gibt es nicht. Ein striktes Abarbeiten bestimmter Regionen und Vortasten in die nächste Region mag am logischsten erscheinen, ist jedoch mit großem Mehraufwand verbunden. Unzählige Notizzettel mit Literatur- und Internethinweisen und ein großer Stapel noch zu bearbeitender Materialien ließen durchaus die Schaffung einer Vollzeitstelle zu. Daher werden bevorzugt Möglichkeiten genutzt, die Arbeit an der Homepage mit beruflichen Terminen oder privaten Ausflügen zu verbinden. Dieses Vorgehen bietet auch den Vorteil, dass ein quantitativ besseres Ergebnis erzielt wird. Dadurch wird auch beständig in verschiedenen Regionen Neues eingearbeitet. So erfordern der Eigentümerwechsel von Schloss Rottwerndorf, die beachtlichen Baufortschritte am Schloss Graupa, die finale Erstbesichtigung des Vorwerks Johannishof und die Neueinarbeitung zusätzlicher Details konstante Bearbeitung.

Was bleibt ist der persönliche Wunsch, die Arbeit an "Sachsens Schlösser" beständig fortzuführen und irgendwann selbst einmal ein Herrenhaus oder ein kleines Schloss käuflich erwerben zu können, um diesem das traurige Schicksal des weiteren Verfalls zu ersparen.

Katja Kretzschmar
September 2011, überarbeitet August 2012

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