Danewerk – Das Danewerk und sein Umfeld heute

 

Das Danewerk und sein Umfeld heute

Das Danewerk wurde 1950/​1951 un­ter Naturschutz und im Jahre 1958 un­ter Denkmalschutz ge­stellt. Es ist ei­nes der größ­ten ar­chäo­lo­gi­schen Denkmäler im Norden Europas, ins­be­son­dere für die deutsch-​dänische Geschichte, und war ein Bauwerk von höchs­ter mi­li­tär­stra­te­gi­scher Bedeutung. Es steht mit der Bildung des Staates Dänemarks in en­ger Verbindung und be­sitzt trotz rund 150jähriger Zugehörigkeit zu Deutschland noch im­mer eine hohe emo­tio­nale Bedeutung für das dä­ni­sche Volk. Die Dänen be­trach­ten das Danewerk nach wie vor als ein dä­ni­sches Denkmal. Dieser Gedanke wird von deut­schen Archäologen bei der Forschung respektiert.

Seit 1990 in­for­miert das Danevirke-​Museum di­rekt am Wall über die Geschichte des zwi­schen dem 7. und dem 12. Jahrhundert er­rich­te­ten Danewerks. Besonderes Augenmerk liegt auf der Dokumentation der Zeit der Wikinger bis zu den Schleswigschen Kriegen. 2002 er­folgte ein Ausbau des Museums. In den Außenanlagen kön­nen die Überreste des be­rühm­ten Grenzwalls der Dänen be­sich­tigt wer­den, die von der “Arbeitsgemeinschaft Ochsenweg” un­ter Gesichtspunkten des Denkmal- und Naturschutzes in­stand ge­hal­ten wer­den. Hauptwall, Waldemarsmauer, Thyraburg und die 2004 re­kon­stru­ierte Schanze 14 bil­den den ar­chäo­lo­gi­schen Park, in dem Informationstafeln auf deutsch und dä­nisch über das Danewerk Auskunft erteilen.

Haithabu, die wi­kin­ger­zeit­li­che Handelsmetropole, als auch das Danewerk, das als das größte ar­chäo­lo­gi­sche Bodendenkmal Nordeuropas gilt, zäh­len zu den be­deu­tends­ten ar­chäo­lo­gi­schen Denkmälern der Wikingerkultur. Sie ha­ben eine hohe tou­ris­ti­sche Anziehungskraft und sind wei­test­ge­hend un­ter Berücksichtigung ih­res Alters noch sehr gut er­hal­ten. Im Juni 2018 wur­den das Danewerk und Haithabu nach lang­jäh­ri­gen Bemühungen in dem län­der­über­grei­fen­den Projekt von Dänemark, Deutschland, Island, Norwegen, Schweden und Lettland na­mens “Phenomena and Monuments of Viking Culture” von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

DANEVIRKE-​MUSEUM
Ochsenweg 5
D‑24867 Dannewerk

 

Militärischer Flugplatz Jagel

Der Fliegerhorst Jagel bei Schleswig ist ein mi­li­tä­ri­scher Flugplatz, der vom Aufklärungsgeschwader 51 “Immelmann” der Luftwaffe der Bundeswehr ge­nutzt wird. Zum Fliegerhorst ge­hört die Kai-​Uwe-​von-​Hassel-​Kaserne Kropp. Bei der Anlage des Flugplatzes wur­den Teile des Danewerks un­wi­der­bring­lich zuerstört.

Gegründet wurde der Fliegerhorst 1916, seit­her er­folgt seine mi­li­tä­ri­sche Nutzung. Während der Berlin-​Blockade 1948/​1949 führ­ten die Westalliierten u. a. von Jagel aus die Berliner Luftbrücke durch. In der Zeit des Kalten Krieges von 1945 bis in die 1980er Jahre war in Jagel das Marinefliegergeschwader 1 sta­tio­niert. Dieses Geschwader wurde zu Beginn der 1990er Jahre als Aufklärungsgeschwader 51 “Immelmann” in die Luftwaffe über­führt und ist da­mit das jüngste Geschwader der Luftwaffe. Eine wei­tere Besonderheit ist, dass das AG 51 “I” das ein­zige in­ner­halb der Bundeswehr ist, das tak­ti­sche Luftaufklärung so­wohl be­mannt als auch un­be­mannt aus­füh­ren kann.

Von 1995 bis 2001 war das AG 51 “I” an Einsätzen über Ex-​Jugoslawien be­tei­ligt. Im Januar 2005 über­nahm es den Auftrag zur Seekriegsführung aus der Luft. Seit 2007 be­fin­den sich Einsatzkräfte des AG 51 “I” zur Unterstützung der ISAF in Afghanistan. Seit März 2010 leis­tet die 2. Staffel ih­ren Dienst als Staffel für Unbemannte Aufklärungssysteme. Im glei­chen Monat wurde mit dem Einsatz von Drohnen in Afghanistan begonnen.

 

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