Dresden: Feldschlösschen-​Gut

Feldschlösschen-​Gut
Budapester Straße 32
01069 Dresden

Historisches
Anna Nehlin war Besitzerin ei­nes Gutes, wel­ches 1644 von Kurfürst Johann Georg I. mit der Schankerlaubnis ver­se­hen wurde. 1684 er­warb der Geheime Kriegsrat Christoph Dietrich von Bose das Gut und ließ es um­fas­send er­wei­tern. Es ent­stand in­mit­ten der wei­ten Felder ein schloss­ar­ti­ges Gebäude, wel­ches als “Feldschlößchen” als Ausflugslokal diente. 1813 wurde das Schankgut durch die Österreicher er­obert und ge­plün­dert. Bei der Rückeroberung durch na­po­leo­ni­sche Truppen wurde das Gebäude stark be­schä­digt und brannte nie­der. 1819 wurde der Nachfolgebau ein­ge­weiht, der zehn Jahre spä­ter der Zwangsversteigerung un­ter­lag. Fleischermeister Bär und Ratssteuereinnehmer Schelcher er­war­ben das Vorwerk mit Gasthaus. Erst Albert Leonhard Meisl ge­lang es, das Feldschlösschen wie­der zu ei­nem stadt­be­kann­ten Ausflugslokal zu ma­chen. 1846 lies er Bier nach bay­ri­scher Art brauen. 1854 wurde die Brauerei in eine AG um­ge­wan­delt und vier Jahre spä­ter ver­kauft. Nach der Jahrhundertwende schloss man sich mit der Radeberger Exportbierbrauerei zu ei­ner Interessengemeinschaft zu­sam­men, um die Absatzmärkte zu er­wei­tern. Die Fusion er­folgte 1920 und die Produktion wurde nach Coschütz verlegt.

Heutige Nutzung
Die meis­ten Gebäude wur­den ab­ge­ris­sen und sind heute mit mo­der­nen Bürokomplexen be­baut. Erhalten blieb das Maschinenhaus, wel­ches sa­niert und seit 1998 als “Stammhaus Feldschlößchen” einlädt.