Pöhl: Rittergut Helmsgrün

Rittergut Helmsgrün

08543 Pöhl OT Helmsgrün

Historisches

Das Rittergut Helmsgrün erfuhr 1583 seine erste urkund­li­che Erwähnung. 1680 wurde es mit den Rittergütern Oberpöhl und Unterpöhl ver­ei­nigt. Hans Christoph von Röder wurde 1684 allei­ni­ger Besitzer der Rittergüter Helmsgrün und Pöhl. 1858 erfolgte eine erneute Nennung des Ritterguts Helmsgrün.

Weitere Informationen lie­gen nicht vor. Es kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass durch die Vereinigung der ins­ge­samt drei Güter vom ursprüng­li­chen Rittergut Helmsdorf heute nichts mehr von ihm erkenn­bar ist.

Hartha: Herrensitz Hartha

Herrensitz Hartha

04746 Hartha

Historisches

Für Hartha wurde 1223 ein Herrensitz unter Heinricus de Hart urkund­lich erwähnt. In die­ser Urkunde wurde er als Zeuge eines Rechtsstreits benannt. Weitere Informationen lie­gen nicht vor.

Marienberg: Vorwerk Grünwald

Vorwerk Grünwald

09496 Marienberg OT Grünwald

Historisches

Das Vorwerk Grünwald wurde erst­mals 1791 erwähnt. Es han­delt sich um ein Einzelgut. Eine wei­tere Erwähnung erfolgte 1875. Weitere Informatinen lie­gen der­zeit nicht vor.

Ehrenfriedersdorf: Haidevorwerk

Haidevorwerk

09427 Ehrenfriedersdorf

Historisches

Das Vorwerk wurde erst­mals 1791 als Heydeforwerg erwähnt. Eine erneute Nennung des Einzelguts datiert auf das Jahr  1875. Weitere Informationen lie­gen der­zeit nicht vor.

Doberschau-​Gaußig: Vorwerk Grubschütz

Vorwerk Grubschütz

Techritzer Straße 2
02692 Doberschau-Gaußig

Historisches

Grubschütz wurde 1466 erst­mals urkund­lich erwähnt. Das Vorwerk befand sich zu die­ser Zeit im Besitz der Familie des Bautzener Hofrichters von Burk. 1497 ver­äu­ßerte sie den Besitz an Nikolaus Span, der ihn bereits im fol­gen­den Jahr an das Domstift St. Petri in Bautzen ver­kaufte. Damit gelangte das Vorwerk in den Besitz des Bautzener Domstifts, mit dem es über Jahrhunderte ver­bun­den blieb.

Eine his­to­ri­sche Darstellung des Domstifts bezeich­net Grubschütz als am lin­ken Ufer der Spree bei Techritz gele­gen und bestä­tigt den Erwerb durch das Domkapitel. Sie berich­tet außer­dem, dass das Vorwerk spä­ter geteilt wurde. Auch die zuge­hö­rige Mühle gelangte im 16. Jahrhundert in den Besitz des Domstifts.

Die heute erhal­te­nen Gebäude des ehe­ma­li­gen Vorwerks stam­men über­wie­gend aus der zwei­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Anlage prä­sen­tiert sich als geschlos­se­ner Vierseitenhof und ver­mit­telt damit noch heute einen guten Eindruck von der his­to­ri­schen Struktur eines land­wirt­schaft­lich gepräg­ten Gutsbetriebs.

Nachwendezeit

Nach dem Ende der DDR und der damit ver­bun­de­nen Veränderungen der Eigentums- und Nutzungsverhältnisse begann für den his­to­ri­schen Gutshof eine neue Nutzung. Im April 1992 wurde im ehe­ma­li­gen Vorwerk das Landhotel „Zur guten Einkehr“ als Pachtbetrieb eröff­net. Im Januar 2004 ging das Anwesen in das Eigentum der Familie Mazalla über.

Heutige Nutzung

Heute befin­det sich in dem his­to­ri­schen Vierseitenhof wei­ter­hin das Landhotel „Zur guten Einkehr“. Der Betrieb wird inzwi­schen von der Landhotel & Spreetal Haidan GbR geführt. Das fami­li­en­ge­führte Haus ver­bin­det damit die his­to­ri­sche Bausubstanz des ehe­ma­li­gen Vorwerks mit einer moder­nen tou­ris­ti­schen Nutzung.

Das Landhotel ist zugleich Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen ent­lang der Spree und in die Umgebung von Bautzen. Damit hat sich die Funktion des ehe­ma­li­gen land­wirt­schaft­li­chen Gutes grund­le­gend gewan­delt: Aus dem Vorwerk des Bautzener Domstifts wurde ein heute tou­ris­tisch genutz­ter his­to­ri­scher Vierseitenhof.

(Foto: August 2026)

Grimma: Hospitalvorwerk St. Georg

Hospitalvorwerk St. Georg

Leisniger Straße 54
04668 Grimma

Historisches

Die Geschichte des St. Georgenhospital reicht bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück und ver­merkt eine Schenkung des Markgrafen Heinrich. Ursprünglich wurde das St. Georgenhospital als Aufenthaltsort für Aussätzige gegrün­det. Später ging das Hospital in eine Stiftung über. Die Erwähnung als Vorwerk erfolgte 1875. Die Gebäudesubstanz geht, mit Ausnahme der Kapelle selbst, auf das 18. und 19. Jahrhundert zurück.

Heutige Nutzung

Das Wohnhaus des Hospitalvorwerks ist saniert. Ein wei­te­res Gebäude ent­stand ver­mut­lich erst nach Auflösung des Vorwerks. Die genauen Grundstücksverhältnisse des Vorwerks sind nicht mehr nach­voll­zieh­bar. Im Hauptgebäude des frü­he­ren Vorwerks befin­det sich eine Gaststätte mit Pension.

Grimma: Vorwerk Schomerberg

Vorwerk Schomerberg

Am Schomerberg 15
04668 Grimma

Historisches

Das Vorwerk Schomerberg soll bereits 1605 das erste Mal urkund­li­che Erwähnung gefun­den haben. Die Gebäude des Vorwerks Schomerberg wur­den in der zwei­ten Hälfte des 19. Jahrhunderts errich­tet. Das Wohnstallhaus ent­stand 1879 unter Friedrich Carl Eisner, die Seitengebäude folg­ten bis 1885.

1834 erhielt Johanna Sophie Eisner das Vorwerk von Friedrich August Hofmann als Erbausgleich zuge­teilt. Sie ver­kaufte das Vorwerk 1859 an ihren Mann Friedrich Carl Eisner. 1880 ver­kaufte Friedrich Carl Eisner das Gut an sei­nen Sohn Julius Hermann Eisner. Der Neubau des Wirtschaftsgebäudes und des Seitengebäudes erfolgte durch ihn.

Hermann Otto Eisner über­nahm das Vorwerk 1913. Ab 1931 ver­kaufte er Teilstücke des Vorwerks, das Restgut mit den Gebäuden ver­äu­ßerte er 1932 an Emmy Linicke, die es für ihren Sohn Rudolf Zeiger erwarb. Dieser zeigte wenig Interesse an der Landwirtschaft, wes­halb das Gut nach­fol­gend ver­pach­tet wurde.

Nach 1945

Das Vorwerk wurde auf­grund sei­ner zu gerin­gen Größe nicht ent­eig­net. Mitte 1946 lief der Pachtvertrag mit der bis­he­ri­gen Pächterin aus und die Eigentümerfamilie bewirt­schaf­tet den Hof fortan selbst. Ab Herbst 1948 wurde das Vorwerk wie­der an pri­vate Landwirte ver­pach­tet. 1957 wurde ein Pachtvertrag mit dem VEG Kloster Nimbschen abge­schlos­sen, der sich jedoch nicht für die Gebäude inter­es­sierte und ledig­lich aus den Landwirtschaftsflächen Nutzen zie­hen wollte. Wiesenflächen wur­den zur Schafhaltung genutzt und der Schäfer wohnte mit sei­ner Familie von 1960 bis 1971 im Gut. Im Auszugshaus wur­den Küken gehalten.

1973 über­nahm der Rat der Stadt Grimma die Verwaltung des Gutes und der Rat des Kreises Grimma die der land­wirt­schaft­li­chen Flächen. 1983 über­gab der Rat der Stadt Grimma die Verwaltung des Schomergutes an den VEB Gebäudewirtschaft Grimma. Das Gut ver­blieb bis zum Ende der DDR stets in Familienbesitz.

Nachwendezeit

Die letz­ten Mieter zogen 1992 aus dem Schomergut aus. 2000 über­nah­men die jet­zi­gen Eigentümer das Schomergut. Es befin­det sich nach wie vor in Familienbesitz.

Heutige Nutzung

Der auch als Schomergut bezeich­nete Vierseitenhof befin­det sich in einem sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Zustand. Er wird zu Wohnzwecken genutzt und steht teil­weise leer.

Grimma: Gelbes Vorwerk

Gelbes Vorwerk

04668 Grimma

Historisches

Das Gelbe Vorwerk wurde 1875 erwähnt, konnte jedoch bis­lang im Hinblick auf geschicht­li­che Entwicklung und Standort   noch nicht aus­fin­dig gemacht werden.