Dresden: Amtslehngut Kaitz /​ Rittergut Kaitz

4. August 2012 Aus Von Schlossherrin

Amtslehngut Kaitz /​ Rittergut Kaitz
Altkaitz 1a & 1b
01217 Dresden

Historisches

Im Jahr der ers­ten ur­kund­li­chen Erwähnung Dresdens 1206 wurde auch in Kaitz erst­mals ein Herrensitz un­ter Burchardus de Kiz be­nannt. 1547 ge­hörte die­ser zum Rittergut Scharfenberg und so­mit der Familie von Miltitz.

1636 kaufte Frau von Taube ein Zweihufengut, das sie be­reits 1645 an Martin Lehmann ver­äu­ßerte. Dieser be­saß in Kaitz be­reits ein Mühlgut und kaufte 1656 wei­tere Bauerngüter dazu. Noch bis 1667 er­wei­terte er seine Besitzungen zu ei­nem gro­ßen Herrschaftsgut. Dieses er­hielt 1672 den Status ei­nes Erb- und Allodialgutes und blieb bis 1920 Amtslehngut.

Eine an­dere Quelle nennt 1696 ein Rittergut, 1875 das Amtslehngut und ab 1912 er­neut ein Rittergut. Zwischen dem 17. und dem frü­hen 19. Jahrhundert wur­den die Wirtschaftsgebäude er­baut. Die letz­ten grö­ße­ren Umbauten er­folg­ten um 1829 un­ter dem da­ma­li­gen Besitzer  C. G. W., als ein Teil des Amtslehnguts zur Scheune um­ge­baut wurde.

An der Hofmauer be­fin­det sich ein klei­ner Gartenpavillon, wel­cher um 1833 im Stil des Klassizismus er­rich­tet wor­den war.

Nach 1945

1945 wurde das Gutsland im Rahmen der Bodenreform an Neubauern auf­ge­teilt. Das Hauptgebäude sol­len 1948 zwei Neubauern er­hal­ten ha­ben, wor­aus sich die Nummerierung 1a und 1 b er­gab. In den 1950er Jahren er­folg­ten Umbauten, ab den 1980er Jahren diente das Amtslehngut Kaitz nur noch Wohnzwecken. Die Landwirtschaft wurde ein­ge­stellt. Garagen, Scheune und Stall wur­den teils pri­vat, teils ge­werb­lich genutzt.

Heutige Nutzung

Das Amtslehngut Kaitz ist noch wei­test­ge­hend er­hal­ten und um­fas­send sa­nie­rungs­be­dürf­tig. Offenbar steht die Sanierung kurz be­vor. Das Amtslehngut soll wei­ter­hin Wohnraum bie­ten. Von den Wirtschaftsgebäuden exis­tie­ren heute nur noch gut ein Viertel. Die zu­ge­hö­ri­gen Gebäude mit den Hausnummern 1 und 1 c sind be­reits sa­niert. Sie wer­den zu Wohn- und Gewerbezwecken genutzt.