Leipzig: Schloss Knauthain

Schloss Knauthain
Wasserburg Knauthain
Ritter-​Pflugk-​Straße 24
04249 Leipzig

Historisches
Frühestes Bauwerk war eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburganlage. Der 1174 er­wähnte Herrensitz be­fand sich 1289 im Besitz der Herren von Knuth. Er kam 1350 an die Familie von Pflugk, wurde 1445 als Vorwerk und 1479 als Rittergut er­wähnt. Das Rittergut Knauthain kam 1558 an die Familie von Schönberg und 1591 an die Familie von Dieskau. Das heu­tige Schloss wurde zwi­schen 1698 und 1704 er­baut, wo­bei die ehe­ma­lige Wasserburg über­baut wurde. Nachfolgende Besitzer wa­ren ab 1753 die Freiherren und spä­te­ren Grafen von Hohenthal. 1850 kam das Schloss mit­samt Rittergut an den Familienzweig von Hohenthal und Bergen. Im glei­chen Jahr wurde ein etwa zehn Jahre dau­ern­der Umbau von Schloss und Park in Auftrag ge­ge­ben. 1936 kaufte die Stadt Leipzig das Schloss und ließ in zwei­jäh­ri­ger Bauzeit das Schloss zur Schule umgestalten.

Nach 1945
1949 wurde das Rittergut Volksgut.

Nachwendezeit
1992 wurde das Schloss der Stadt Leipzig zu­rück­ge­ge­ben. 2003 er­folgte die Privatisierung, der bis 2008 die Sanierung folgte.

Heutige Nutzung
Das Schloss Knauthain dient heute als Firmensitz. Ein Teil des Rittergutes wurde an ein Reitgestüt ver­kauft, ein wei­te­rer Teil an ei­nen öko­lo­gi­schen Landwirt. Das Schlossgelände selbst ist ab­ge­sperrt, ein reiz­vol­ler Anblick bie­tet sich mit­samt der Auenlandschaft im Parkbereich.

Bodendenkmal
Die frü­here Wasserburg be­fand sich im Schlossbereich und wurde mit die­sem über­baut. Der Graben ist nicht mehr er­hal­ten. Schutz als Bodendenkmal be­steht seit 1936, er wurde 1958 erneuert.