Bad Schlema: Isenburg

12. August 2012 Aus Von Schlossherrin

Isenburg
Zugang über Mühlenweg
08301 Bad Schlema OT Wildbach

Historisches

Die Isenburg be­fin­det sich auf ei­nem Felssporn an der Mündung des Wildbaches in die Zwickauer Mulde und wurde im Zuge der Besiedlung des Erzgebirges ar­chäo­lo­gi­schen Funden zu­folge be­reits im 12. Jahrhundert als Wehranlage er­rich­tet. Der Name Isenburg geht auf den Namen Eisenburg zu­rück und ver­weist ent­we­der aus “ei­sern” im Sinne von un­ein­nehm­bar, oder auf den na­hen Eisenbergbau.

Gesicherte ur­kund­li­che Nachweise sind nicht vor­han­den. Die Isenburg wurde erst­mals 1738 be­schrie­ben und im 13./14. Jahrhundert of­fen­bar ge­walt­sam zer­stört. Ein Wiederaufbau er­folgte nicht, viel­mehr dien­ten die Ruinen vom 15. bis 17. Jahrhundert wo­mög­lich den um­lie­gen­den Einwohnern als Unterschlupf bei krie­ge­ri­schen Kampfhandlungen. Die Überreste wur­den um 1750 ge­sprengt, um Baumaterial für die Wildbacher Kirche zu gewinnen.

1934 wur­den die Reste durch Reichsarbeitsdienstleistende frei­ge­legt. 1993 wur­den die noch vor­han­de­nen Teile der um­lau­fen­den Mauer so­wie des Bergfrieds re­stau­riert. Die Isenburg be­stand aus ei­ner Vorburg so­wie ei­ner Unter- und Oberburg. Sie wurde auch als Raubschloss, Altes Schloss, Raubberg und Eisenburg bezeichnet.

Heutige Nutzung

Die Isenburg kann heute als Ausflugsziel be­sucht wer­den. Auf dem Gelände wurde ein Picknickplatz er­baut. Um die Isenburg ran­ken sich meh­rere Sagen.

Bodendenkmalschutz

Die Reste der Höhenburg wur­den 1969 un­ter Bodendenkmalschutz gestellt.
(Fotos: Oktober 2022)