Leipzig: Vorwerk Meusdorf

Vorwerk Meusdorf

Schwarzenbergweg 43
04289 Leipzig

Historisches

Auf dem Vorwerk Meusdorf errich­tete Georg Winckler 1636 eine Ziegelei. Der Beiname “Alte Schäferei” des Vorwerks geht haupt­säch­lich auf die frü­here Merinoschafhaltung zurück, wel­che 1791 ver­zeich­net wurde.

Nach 1945

Auch die Besitzer die­ses Vorwerks wur­den im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Bis zur Wendezeit wurde auf dem Vorwerksgelände Entenzucht und Schlachtviehmast betrieben.

Nachwendezeit

Ab 1990 wurde das Vorwerk durch meh­rere Betriebe genutzt und her­un­ter­ge­wirt­schaf­tet. 2009 wur­den die ver­fal­le­nen Wirtschaftsgebäude abge­tra­gen und das Hauptgebäude saniert.

Heutige Nutzung

Das Herrenhaus des Vorwerks wird bewohnt.

Leipzig: Wasserburg & Schloss Leutzsch

Wasserburg & Schloss Leutzsch

Am Wasserschloss
04179 Leipzig

Historisches

Schloss Leutzsch geht auf eine Wasserburg zurück, wel­che ver­mut­lich bereits im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Erwähnt wurde sie 1285. Dieser von Wasser umge­bene Hof wurde spä­ter erwei­tert. 1295 erfolgte der nach­weis eines Herrensitzes unter Heinricus de Lvitz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Wasserburg durch schwe­di­sche Truppe ver­wüs­tet und in Folge des­sen abge­ris­sen, da eine Wiederherstellung nicht lohnte. 1648 wurde ein neues Herrenhaus, eben­falls von Wasser umge­ben, erbaut. Die neuen Wirtschaftsgebäude wur­den als Sattelhof bezeichnet.

1862 erwarb Andreas Grabau, der Cellist des Gewandhausorchesters, den Sattelhof, nutzte ihn als Wohnhaus und ver­hin­derte den geplan­ten Abriss des Schlosses, wel­ches eigen­ent­lich dem Neubau eines Fabrikgebäudes hätte wei­chen sol­len. 1910 war der Sattelhof bau­fäl­lig und wurde abgerissen.

Nach 1945

Ursprünglich sollte das Schloss Leutzsch, auch als Weißes Haus bezeich­net, unter Denkmalschutz gestellt wer­den. Letztlich wurde es auf Beschluss des Stadtbezirksrats Leipzig-​West 1973 abgebrochen.

Heutige Nutzung

Der “Park am Wasserschloss” geht auf den ehe­ma­li­gen Gutspark zurück. Der ehe­ma­lige Standort des Schlosses ist heute beto­niert und ent­hält einen über­di­men­sio­na­len Tisch, wel­cher als Rittertafel bezeich­net wird.

Bodendenkmalschutz

Erkennbar ist noch ein Wall der frü­he­ren Wasserburg. Der was­ser­füh­rende Bereich ist längst tro­cken­ge­legt. Der Burghügel steht seit 1960 unter Schutz.

Leipzig: Wasserburg & Schloss Knauthain

Wasserburg & Schloss Knauthain

Ritter-​Pflugk-​Straße 24 (Schloss)
Ritter-​Pflugk-​Straße 22 (Rittergut)
04249 Leipzig

Historisches

Frühestes Bauwerk war eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburganlage. Der 1174 erwähnte Herrensitz unter Petrus de Hagen befand sich 1256 im Besitz von Hermannus und Petrus de Indagine und 1289 im Besitz der Herren von Knuth. Er kam 1350 an die Familie von Pflugk, wurde 1445 als Vorwerk und 1479 als Rittergut erwähnt. Das Rittergut Knauthain kam 1558 an die Familie von Schönberg und 1591 an die Familie von Dieskau.

Das heu­tige Schloss wurde zwi­schen 1698 und 1704 erbaut, wobei die ehe­ma­lige Wasserburg über­baut wurde. Nachfolgende Besitzer waren ab 1753 die Freiherren und spä­te­ren Grafen von Hohenthal. 1850 kam das Schloss mit­samt Rittergut an den Familienzweig von Hohenthal und Bergen. Im glei­chen Jahr wurde ein etwa zehn Jahre dau­ern­der Umbau von Schloss und Park in Auftrag gege­ben. 1936 kaufte die Stadt Leipzig das Schloss und ließ in zwei­jäh­ri­ger Bauzeit das Schloss zur Schule umgestalten.

Nach 1945

1949 wurde das Rittergut Volksgut.

Nachwendezeit

1992 wurde das Schloss der Stadt Leipzig zurück­ge­ge­ben. 2003 erfolgte die Privatisierung, der bis 2008 die Sanierung folgte.

Heutige Nutzung

Das Schloss Knauthain dient heute als Firmensitz. Ein Teil des Rittergutes wurde an ein Reitgestüt ver­kauft, ein wei­te­rer Teil an einen öko­lo­gi­schen Landwirt. Das Schlossgelände selbst ist abge­sperrt, ein reiz­vol­ler Anblick bie­tet sich mit­samt der Auenlandschaft im Parkbereich. Der Schlossteich besteht unab­hän­gig von einem frü­he­ren Wassergrabensystem.

Bodendenkmal

Die frü­here Wasserburg befand sich im Schlossbereich und wurde mit die­sem über­baut. Der Graben ist nicht mehr erhal­ten. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1936, er wurde 1958 erneuert.