Chemnitz: Wasserburg & Kanzleilehngut Höckericht

Wasserburg & Kanzleilehngut Höckericht
Zwickauer Straße 351
09112 Chemnitz

Historie
Das Kanzleilehngut geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück, welche in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet wurde und erstmals 1375 als Herrensitz der Herren von Rabenstein Erwähnung fand. Im Verlauf der Zeit erfolgten Neu- und Umbauten. 1527 wurde ein Vorwerk erwähnt, gegen Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sich der heutige Stadtteil Neustadt aus den Drescherhäusern des Vorwerks heraus. Die Nennung als Rittergut datiert auf das Jahr 1696, die Bezeichnung Kanzleilehngut stammt aus dem Jahr 1875.

1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die landwirtschaftlichen Flächen zum Volksgut Höckericht umgewandelt.

Heutige Nutzung
Während die Wirtschaftsgebäude einem Industriegebiet weichen mussten, nutzt eine Rechtsanwaltskanzlei das Herrenhaus.

Bodendenkmal
Von der Wasserburg sind keine erkennbaren Spuren mehr vorhanden, sie wurde komplett eingeebnet. Die Anlage war einst rund und verfügte über einen umlaufenden Wall. Als Bodendenkmal ist der ehemalige Standort in der südöstlichen Ecke des Kanzleilehngutes seit 1971 unter Schutz gesetellt.