Colditz: Burg & Schloss Colditz

Burg & Schloss Colditz
04680 Colditz

Historisches
1046 war ein Burgward be­nannt, der mit dem 1083 Wiprecht von Groitzsch be­schenkt wurde. Er gilt als ers­ter Erbauer ei­ner Burg. 1404 kam Colditz in den Besitz der Wettiner. 1430 wurde Colditz von den Hussiten ein­ge­nom­men und zer­stört. Erst 1464 er­folgte ein Schlossneubau. 1504 wurde das Schloss er­neut durch Brand be­schä­digt und be­reits zwei Jahre spä­ter auf­ge­baut. 1524 fan­den Umgestaltungsarbeiten statt. Von 1553 bis 1586 lebte Kurfürst August auf Colditz. Unter ihm wur­den Umbauten zum Jagdschloss voll­zo­gen. Bis 1753 diente es als Witwenresidenz säch­si­scher Kurfürstinnen. 1694 er­warb August der Starke er­warb das Schloss. Ab 1753 ver­fiel Colditz, da es nicht mehr ge­nutzt wurde. 1800 wurde ein Armenhaus ein­ge­rich­tet, 1803 ein Landesarbeitshaus und von 1829 bis 1924 diente es als Landesversorgungsanstalt für un­heil­bar Geisteskranke. Ein Sohn des Komponisten Robert Schumann stand auf der Patientenliste. 1864 wurde an­stelle der Stall- und Wirtschaftsgebäude ein Renaissancebau er­rich­tet. Das Saalhaus wurde 1876 ab­ge­ris­sen. 1933 /​ 1934 be­fand sich ein Schutzhaftlager im Schloss, von 1939 bis 1945 ein Gefangenenlager.

1945
1945 und 1946 war Schloss Colditz Internierungslager für ent­eig­nete Guts- und Großgrundbesitzer. Ab 1946 wurde es er­neut als Krankenhaus genutzt.

Nachwendezeit
Die Nutzung als Krankenhaus dau­erte bis 1996 an. 1997 bis 2005 fan­den Rekonstruktionsarbeiten statt.

Heutige Nutzung
Schloss Colditz wird seit 1996 teil­weise als Museum ge­nutzt und bie­tet au­ßer­dem Geschäftsräume und Räume für Kultur und Handwerk.

Bodendenkmalschutz
Die ur­sprüng­li­che Burg ist durch das Schloss voll­stän­dig über­baut. Das Burgareal steht seit 1974 als Bodendenkmal un­ter Schutz.