Wasserburg & Rittergut Weigsdorf
Oberlausitzer Straße 43
02733 Cunewalde
Historisches
Die Ursprünge des Ritterguts Weigsdorf reichen bis ins späte Mittelalter zurück. Bereits 1483 wird ein Rittersitz erwähnt, der vermutlich auf einen älteren Herrensitz aus der Zeit um 1375 zurückgeht. 1621 erscheint die Anlage erstmals ausdrücklich als Rittergut in den Quellen.
Die ursprüngliche Wasserburg bildete den Kern der Anlage und wurde später durch das Herrenhaus überbaut. Von 1621 bis 1791 befand sich das Rittergut im Besitz der Familie von Rüdinger. In der Folgezeit wechselten die Eigentümer mehrfach, darunter Angehörige der Familie von Nostitz, das Bautzner Lehrerseminar sowie ab 1886 Carl von Oppell, der noch im selben Jahr einen grundlegenden Umbau des Herrenhauses veranlasste und ihm sein heutiges Erscheinungsbild gab.
Das Herrenhaus selbst entstand vermutlich um 1794 und wurde im 19. Jahrhundert mehrfach verändert.
Nach 1945
Im Zuge der Bodenreform wurde das Rittergut 1945 enteignet. Das Herrenhaus diente anschließend über Jahrzehnte hinweg unterschiedlichen öffentlichen Nutzungen, unter anderem als Kindergarten und Jugendheim, und blieb bis 1991 in dieser Funktion in Gebrauch.
Nachwendezeit
Nach der politischen Wende wurde die Anlage 1998 privatisiert, jedoch scheiterten geplante Nutzungskonzepte. Seitdem steht das Rittergut weitgehend leer und weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. Im Jahr 2022 wurde das Anwesen im Rahmen einer Auktion erneut verkauft; über die zukünftige Entwicklung ist bislang nichts bekannt.
Heutige Nutzung
Das Rittergut Weigsdorf steht weiterhin leer. Es besteht umfassender Sanierungsbedarf am Herrenhaus und den Wirtschaftsgebäuden.
(Stand: April 2026)
Bodendenkmalschutz
Heute sind von der ehemaligen Wasserburg noch Reste des Grabensystems im Gelände erkennbar. Die Anlage steht als Bodendenkmal unter Schutz.
Last Updated on 13. April 2026 by Sachsens Schlösser