Dahlen: Wasserburg & Schloss Börln

Wasserburg & Schloss Börln
Clara-​Zetkin-​Straße 1
04774 Dahlen OT Börln

Historisches
Die erste Erwähnung von Schloss Börln er­folgte um 1200 als Herrensitz. Allerdings wurde be­reits im Jahre 926 ein Ritter als Besitzer von Börln be­nannt, der ver­mut­lich die Wasserburg be­saß, auf de­ren Resten das spä­tere Schloss er­rich­tet wurde. Die Wasserburg wurde von ei­nem heute teil­weise noch er­hal­te­nen Wallgraben um­ge­ben. Das 1551 er­wähnte Rittergut er­hielt zwi­schen 1617 und 1620 ein ba­ro­ckes Jagdschloss. Nach ei­ner Umgestaltung fan­den 1880 die letz­ten Umbauten statt. Besitzer wa­ren u. a. die Herren von Döring, von Plötz und von Pfister so­wie die Familien von Nischwitz und von Schleinitz. Letzte Besitzer bis 1945 wa­ren die Grafen von Zech-​Burkersroda, die das Rittergut ver­pach­tet hat­ten. Die Pächterfamilie Gey be­wohnte das Gutshaus bis zur Enteignung.

1945
Nach der Enteignung 1945 wurde das Rittergut un­ter Verwaltung der so­wje­ti­schen Armee ge­stellt und bis 1946 als Notunterkunft und Kinderheim ge­nutzt. Das Land wurde an Neubauern auf­ge­teilt und spä­ter durch die LPG ge­nutzt. Ende der 1940er und zu Beginn der 1950er Jahre wurde im Schloss eine Schule be­trie­ben. Parallel diente es auch als Altenheim und wurde als sol­ches bis 2002 ge­nutzt. Während die­ser Nutzung wur­den im Inneren viele Intarsien zerstört.

Nachwendezeit
2003 wurde Schloss Börln an ei­nen pri­va­ten Investor aus Südafrika ver­kauft, der die schritt­weise Sanierung des um­fang­rei­chen Areals veranlasste.

Heutige Nutzung
Ställe wer­den für Ausstellungen und Konzerte ge­nutzt. Im Schloss be­fin­den sich der Firmensitz des Besitzers so­wie eine Wohnung.

Bodendenkmalschutz
Die Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut. Erhalten ist ein was­ser­füh­ren­der Graben an drei Seiten. Bodendenkmalschutz be­steht für die Anlage seit Anfang 1959.