Dippoldiswalde: Schloss Berreuth

Schloss Berreuth
Berreuther Straße 13, 15, 17
01744 Dippoldiswalde OT Berreuth

Historisches
Berreuth wurde be­reits im Jahre 1420 als Herrensitz ge­nannt und be­fand sich im Besitz ei­nes Herrn czu Beyerrute. Eine ur­kund­li­che Benennug als Rittergut ist für das Jahr 1551 be­legt. Zu je­ner Zeit be­fand es sich im Besitz der  Familie von Loß. Kurfürst August be­saß das Rittergut um 1560. Schloss und Rittergut wur­den als Vierseitenhof mit ins­ge­samt fünf Gebäuden zwi­schen 1553 und 1586 er­rich­tet. Im Jahr der Fertigstellung wurde das Rittergut Berreuth in ei­ner Landkarte als Vorwerk ge­nannt. Hofmarschall Taube be­saß das Rittergut Berreuth ab 1620. 1672 ver­kaufte der kur­säch­si­sche Kammerrat Christoph Vitzthum von Eckstädt Schloss und Rittergut Berreuth an den Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen. Um 1750 ka­men Schloss und Rittergut an den Kammerrat Lippold von Reinhardtsgrimma und um 1850 die Familie von Könneritz. In je­nem Jahr wur­den die Rittergüter Berreuth und Reichstädt zu­sam­men­ge­legt, so dass sich der Grundbesitz der Familie von Könneritz er­heb­lich ver­grö­ßerte. Das Rittergut Berreuth ver­fügte zu­dem über eine Brauerei. Einige Jahre spä­ter wur­den beide Rittergüter je­doch wie­der separiert.

1893 er­warb der Baron Pergler von Perglas das Rittergut Berreuth mit­samt Schloss, 1925 ge­hörte es sei­ner Frau, Freifrau Pergler von Perglas. Freiherr Moritz Pergler von Perglas musste, hoch­ver­schul­det, sei­nen Berreuther Grundbesitz 1931 dem Dresdner Bankier Adolf Arnhold über­las­sen. Dessen Stiefsohn Horst Julius Georg Lindenhayn ver­wal­tete das Rittergut von 1936 bis 1944, seine Witwe führte die Verwaltung fort.

Nach 1945
1945 er­folgte die Enteignung der Familie Lindenhayn. Ins Schloss zo­gen Flüchtlingsfamilien, die Ländereien wur­den der LPG ver­macht. Im Sommer 1947 brannte das Schloss, das zu die­ser Zeit als Kinderferienlager ge­nutzt wurde, bis auf die Grundmauern ab.

Heutige Nutzung
Das Foto zeigt ei­nes der be­wohn­ten Wirtschaftsgebäude. Der Schlosspark ist öf­fent­lich zu­gäng­lich und wird von Wanderwegen durchquert.