Sächsische Schweiz: Burgwarte Großstein

Burgwarte Großstein

Großstein
Sächsische Schweiz

Historisches

Am Großstein wur­den kei­ner­lei Grabungsarbeiten durch­ge­führt, die das Bestehen einer mit­tel­al­ter­li­chen Burgwarte ein­deu­tig bele­gen könn­ten. Auch die Informationslage ist mehr als dür­fig. Das Gipfelplateau zeigt ledig­lich einige Abspitzungen. Kurz vor dem Gipfelaufstieg führt ein Weg zu einem Überhang. Hier zei­gen sich eben­falls deut­li­che Abspitzungen. Über die im Felsen ver­ewig­ten Jahreszahlen kann nur spe­ku­liert wer­den. Die älteste Zahl weist das Jahr 1576 aus.

Die Lage des Großsteins darf als stra­te­gisch güns­tig bezeich­net wer­den, wes­halb er durch­aus als Vorposten der Burg Neuer Wildenstein gedient und diese aus Norden geschützt haben könnte. Gleichzeitig zeich­net er sich auf­grund sei­ner Lage aber auch für einen Schutz der Burg Arnstein aus. Von sei­ner Kanzel aus bie­ten sich Sichtbeziehungen hin zu Arnstein, Winterstein, den Lorenzsteinen, zum Neuen Wildenstein und zum Falkenstein, die alle­samt Standorte von Felsenburgen und Burgwarten waren.

Stolpen: Wallburg Hussitenschanze

Wallburg Hussitenschanze

Pirnaer Straße
01833 Stolpen

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wehranlage befand sich süd­west­lich von Stolpen öst­lich der Pirnaer Straße in Höhe des Ortseingangsschildes. Die weit­läu­fige Wallanlage dürfte ent­spre­chend ihrem Namen wäh­rend der Hussiteneinfälle errich­tet und etwa zwi­schen 1419 und 1436 zur Verteidigung genutzt wor­den sein. Sie war ursprüng­lich offen­bar voll­stän­dig von einem Ringwall umgeben.

Erhalten ist nur noch ein Wallrest, wel­cher sich ein Stück von der Straße zurück­ge­setzt auf einem Feld befin­det. Angedeutet ist die­ser durch eine sehr abge­flachte Hügelung mit Bäumen.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde 1934 unter Bodendenkmalschutz gestellt. Der Schutz wurde Ende 1959 erneuert.

Struppen: Vorwerk Weißig

Vorwerk Weißig

01796 Struppen OT Weißig

Historisches

Alfred Neugebauer ver­mu­tet das Bestehen eines Vorwerks in Weißig um 1400. Die erste urkund­li­che Erwähnung von “Wissag” erfolgte 1431. Das Dorf und damit auch das Vorwerk befan­den sich zu die­ser Zeit im Besitz von Friedrich von der Oelsnitz, der die Herrschaft Rathen inne hatte.

Da das Vorwerk in spä­te­ren Quellen nicht mehr genannt wurde, ist davon aus­zu­ge­hen, dass es längst auf­ge­ge­ben wurde und nichts mehr davon existiert.

Tharandt: Burg Pohrsdorf

Burg Pohrsdorf

Kirchweg
01737 Tharandt OT Pohrsdorf

Historisches

Auch wenn die Burg archäo­lo­gisch nicht erforscht wurde, so sind doch einige geschicht­li­che Details über sie bekannt. Von 1216 bis 1242 war Boriwo de Tarant als Burgverwalter auf der Burg Tharandt ein­ge­setzt. Er glie­derte sei­nen eige­nen Besitz bereits vor­her aus und legte damit 1215 den Grundstein für die Turmhügelburg Pohrsdorf. Sie diente offen­bar dem Schutz der Wege durch den Tharandter Wald.

Jutta von Porschwitz erwarb 1313 die Burg Pohrsdorf vom Meißner Burggrafen Hermann VI. Die Wasserburg bestand dem­nach frü­her als der Ort Pohrsdorf selbst, wel­cher erst­mals 1349 erwähnt wurde. Die Zerstörung der Burg dürfte in der ers­ten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgt sein; ent­we­der in den Hussitenkriegen 1429 /​ 1430 oder kurze Zeit spä­ter in den Sächsischen Bruderkriegen zwi­schen 1447 und 1450.

Um 1800 war der Pohrsdorfer Burgwall im säch­si­schen Meilenblatt neben dem Bauernhof mit der Anschrift Kirchweg 2 ver­zeich­net. 1814 /​ 1821 wurde der Wall der Burg als Schlossberg oder auch Altes Schloss mit Burggraben bezeich­net. 1835 exis­tier­ten noch Mauerwerksreste der Burg. Der Wallgraben erstreckte sich einst von der Ecke Kirchweg /​ Dorfstraße bis Ecke Windmühlenstraße /​ Dorfstraße. An bei­den Stellen sol­len einst je ein Wach- bzw. Torhaus gestan­den haben.

Heutige Situation

Heute erin­nern nur noch Wallgrabenreste am Kirchweg an die Wasserburg. Der Standort selbst ist nicht überbaut.

Reinhardtsdorf-​Schöna: Vorwerk Kleingießhübel

Vorwerk Kleingießhübel

Rundweg 1 & 1b (?)
01814 Reinhardtsdorf-​Schöna OT Kleingießhübel

Historisches

Erstmals schrift­lich auf­ge­führt wurde das Vorwerk 1412. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Möglicherweise geht das ehe­ma­lige Erblehngericht auf das Vorwerk Kleingießhübel zurück. Das Umgebinde-​Wohnstallhaus (Nr. 1) wurde 1820 erbaut, das Fachwerk- und Umgebinde-​Wohnhaus (Nr. 1b) 1893.

Pirna: Vorwerk Mockethal

Vorwerk Mockethal

01796 Pirna OT Mockethal

Historisches

Das 1420 urkund­lich erwähnte Vorwerk wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf­ge­teilt. Vom Vorwerk Mockethal ist heute nichts mehr vorhanden.

Neustadt: Vorwerk Rugiswalde

Vorwerk Rugiswalde

01844 Neustadt OT Rugiswalde

HIstorisches

Das Vorwerk in Rugiswalde wurde 1452 erst­mals nach­ge­wie­sen. Es bestand noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Weitere zuver­läs­sige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.