Doberschau: Wasserburg & Rittergut Drauschkowitz

Wasserburg & Rittergut Drauschkowitz
Zur Wasserburg 11
02692 Doberschau OT Drauschkowitz

Historisches
1353 war Drauschkowitz ein Herrensitz des Ritters Meynhard von Druschkewitz. Es exis­tierte eine Wasserburg, nach de­ren Aufgabe sich ein Rittergut ent­wi­ckelt hatte, wel­ches 1562 erst­mals ur­kund­li­che Erwähnung fand. Das Herrenhaus wurde im 17. Jahrhundert an Stelle der vor­ma­li­gen Wasserburg er­rich­tet. 1649 er­warb Noah Johann Cocceji das Rittergut Drauschkowitz. Sein Sohn erbte den Grundbesitz 1673. Seit 1750 be­fand sich das Rittergut Drauschkowitz im Besitz der je­wei­li­gen Eigentümer von Schloss Gaußig. Der Graf von Keyserling ver­kaufte den Grundbesitz 1766 an Peter von Riaucour, des­sen Sohn Andreas das Rittergut 1770 in eine Familienstiftung ein­brachte. Dort ver­blieb es bis 1945. Das Rittergut wurde ver­pach­tet, der Pächter be­wohnte das Herrenhaus.

Nach 1945
Die Bodenreform wurde auch auf dem Rittergut Drauschkowitz voll­zo­gen. Das Rittergut wurde ent­eig­net und auf­ge­teilt. Das Herrenhaus diente in der Folgezeit als Wohnhaus, Kindergarten und Gemeindeamt. In den 1970er Jahren er­folg­ten Umbauten, die zum op­ti­schen Nachteil des Herrenhauses gerieten.

Nachwendezeit
Das Herrenhaus wurde noch be­wohnt, nach und nach aber leergezogen.

Heutige Nutzung
Das schlichte Gutshaus ist sanierungsbedürftig.

Bodendenkmalschutz
Die Wasserburg wurde über­baut und der Graben wei­test­ge­hend ein­ge­eb­net.  Bodendenkmalschutz ebsteht seit Mitte 1935 für die Anlage. Der Schutz wurde Ende 1958 erneuert.