Dresden: Jägerhof

Jägerhof
Köpckestraße 1
01097 Dresden

Historisches
An glei­cher Stelle be­fand sich vor­mals das Dresdner Augustinerkloster. Dieses wurde 1539 auf­ge­löst und bis 1546 ab­ge­tra­gen. Kurfürst August ließ ab 1569 den Jägerhof als Vierflügelanlage im Renaissancestil er­rich­tet. Der Bau dau­erte bis 1617. Im Obergeschoss be­fand sich der Jägersaal, der dem kur­fürst­li­chen Hof zu Repräsentationszwecken diente. 1654 leb­ten im Jägerhof 40 Bären. Zwischen 1830 und 1877 wurde der Jägerhof vom Militär als Kavalleriekaserne ge­nutzt. Nachdem die Kaserne in die Albertstadt ver­legt wurde, wur­den vom Jägerhof drei Flügel ab­ge­ris­sen. Nur der Westflügel blieb er­hal­ten. Darin war zeit­weise ein Armenhaus ein­ge­rich­tet. Ab 1911 wur­den Sanierungsarbeiten durch­ge­führt, mit die­sen wurde ein an­sons­ten dro­hen­der Abriss ver­mie­den. 1913 zog dann das Landesmuseum für Sächsische Volkskunst ein.

1945
Im Februar 1945 wurde der Jägerhof durch ei­nen Bombenangriff teil­weise zer­stört. Erhalten blieb das Erdgeschoss, der Rest des Gebäudes wurde an­schlie­ßend wie­der auf­ge­baut. Schon im Dezember 1945 er­öff­nete eine Weihnachtsausstellung. Das Volkskunstmuseum wurde im Jahr 1950 wiedereröffnet.

Heutige Nutzung
Seit 2005 ist ne­ben dem ein­zi­gen Museum für Volkskunst in Deutschland auch die Puppentheatersammlung im Jägerhof un­ter­ge­bracht. 2010 er­folgte eine grund­le­gende Sanierung.