Dresden: Schloss Eckberg

Schloss Eckberg
Bautzner Straße 134
01099 Dresden

Historisches
Schloss Eckberg wurde zwi­schen 1859 und 1861 für den Großkaufmann John Daniel Souchay er­baut. Der Vorgängerbau an glei­cher Stelle wurde da­für ab­ge­ris­sen. Ursprünglich wurde das Schloss Villa Souchay ge­nannt. Später setzte sich der von ei­nem Flurnamen ab­ge­lei­tete Name Schloss Eckberg durch. 1870 be­zog der per­si­sche Generalkonsul Arthur Bruno Wunderlich das Schloss. In den 1920er Jahren be­wohn­ten es der Opernsänger Tino Pattiera und nach­fol­gend die Schauspielerin Grete Weiser bis 1926. Schon 1925 hatte Ottomar Heinsius von Mayenburg das Schloss ge­kauft. Von Mayenburg hatte die Zahncreme Chlorodont er­fun­den und ließ den Park groß­zü­gig um­ge­stal­ten. Die Anlage stand in den Sommermonaten der Bevölkerung of­fen und ver­fügt über eine Kopie des Brunnens “Stürmische Wogen” vom Albertplatz. Mayenburg starb 1932.

1945
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss von der Sowjetischen Militäradministration als Kommandantur ge­nutzt. Später diente es dem DDR-​Gewerkschaftsbund als Bildungsstätte. In den 1970er Jahren nutzte der VEB Robotron die Räume. 1985 er­folgte eine Komplettsanierung des Gebäudes, wel­ches nach­fol­gend als Jugendtourist-​Hotel öff­nete. Im Schloss wur­den Gastronomie und Kellerbar un­ter­ge­bracht, im Park ent­stand ein Bettenhaus.

Nachwendezeit
Die Nachkommen von Mayenburg wur­den erst 1952 ent­eig­net. Sie stell­ten nach der po­li­ti­schen Wende ei­nen Antrag auf Restitution und er­hiel­ten dar­auf­hin ihr Eigentum zu­rück. 1994 er­warb die Münchner ARGENTA-​Gruppe Schloss Eckberg und wan­delte es in ein Fünf-​Sterne-​Hotel mit Restaurant um. Dazu er­folg­ten 1996/​1997 um­fas­sende Sanierungsarbeiten.

Heutige Nutzung
Das Restaurant im Schloss so­wie der Park sind trotz ge­ho­be­nem Hotelbetrieb öf­fent­lich zugänglich.