Dresden: Schloss Pillnitz

Schloss Pillnitz
August-​Böckstiegel-​Straße 2
01326 Dresden

Historisches
Als Vorgängerbauten in Pillnitz wur­den 1350 eine Burg so­wie 1486 ein Rittergut ge­nannt. An die­sem fan­den 1533 und 1580 Umbauten statt. 1694 er­warb Johann IV. Kurfürst von Sachsen für seine Mätresse Magdalene Sibylle von Neitschütz Pillnitz. Nach sei­nem Tod ging Schloss Pillnitz an August den Starken über, der es 1706 der Gräfin Cosel schenkte und es sich 1718 wie­der zu Eigen machte, nach­dem die Gräfin bei ihm in Ungnade ge­fal­len war. Er ließ das Schloss ab 1720 um- und aus­bauen, um es künf­tig als Repräsentationsbau für Festlichkeiten zu nutzen.

Das Wasserpalais ent­stand 1720 /​ 1721, das Bergpalais 1722 /​ 1723. Zwischen 1723 und 1725 ent­stand die zur Elbe füh­rende Freitreppe. Kurz dar­auf ver­lor August der Starke das Interesse an der Pillnitzer Schlossanlage. Seit 1765 wurde das Schloss als kur­fürst­li­cher Sommersitz ge­nutzt und mit Flügelbauten ver­se­hen. Nach ei­nem Brand 1818 wurde das Neue Palais er­rich­tet und 1822 voll­endet. Weitere Anbauten folg­ten. Der Lustgarten wurde 1609 erst­mals er­wähnt und 1770 er­wei­tert. 1785 wurde der Holländische Garten an­ge­legt, 1790 folgte der Chinesische Garten mit Teich. 1776 ent­stand der Englische und 1804 der Chinesische Pavillon. Im 19. Jahrhundert wurde der Lustgarten neu ge­stal­tet. Seit 1924 ist Pillnitz in staat­li­chem Besitz.

Nach 1945
Die Kriegsschäden von 1945 so­wie die Hochwasserschäden von 2002 wur­den je­weils in recht kur­zer Zeit be­sei­tigt. Seit 1946 wird das Schloss für Museumszwecke genutzt.

Heutige Nutzung
Im Schloss be­fin­den sich heute die Kunstsammlungen so­wie das Kunstgewerbemuseum. Attraktionen im Schlosspark, der seit 2012 kos­ten­pflich­tig ist, sind die his­to­ri­sche Elbgondel so­wie die über 200 Jahre alte und fast 9 m hohe Kamelie. In der Schlossanlage be­fin­den sich au­ßer­dem ein Hotel so­wie gas­tro­no­mi­sche Einrichtungen.