Frankenberg: Burg & Schloss Sachsenburg

Burg & Schloss Sachsenburg
Am Schloss 1
09669 Frankenberg OT Sachsenburg

Historisches
Um 1197 war eine Burg un­ter Henricus de Sassenberg be­nannt, die ver­mut­lich aber be­reits viel frü­her schon ent­stan­den war. Sie ge­hörte um 1292 zur Markgrafschaft Meißen, wurde im 13./14. Jahrhundert zur Wehranlage aus­ge­baut und um­fasste ne­ben der Hauptburg noch eine in­nere und äu­ßere Vorburg. Um 1350 er­folgte die Nennung als cas­trum et al­lo­dium, Schloss und Stadt. Seit 1368 be­fand sie sich in Besitz der Familie von Schönberg. Ab 1482 er­folgte der Umbau der Burg zu ei­nem Wohnschloss. Kurfürst Johann Georg I. er­warb die hoch ver­schul­dete Burg 1610 und noch im sel­ben Jahrhundert wur­den mehr­fach bau­li­che Veränderungen vor­ge­nom­men. 1867 ist die Einrichtung ei­ner Straf- und Korrektionsanstalt und elf Jahre spä­ter die Abtragung des Bergfrieds ver­zeich­net. Ab 1926 diente die Sachsenburg Schulzwecken so­wie im Dritten Reich als Forschungsstätte ge­gen bio­lo­gi­sche Waffen und Gauführerinnenschule.

Nach 1945
Nach Kriegsende wurde die Sachsenburg als Jugendwerkhof ge­nutzt. Ab 1968 nutzte das Wohnungsbaukombinat Dresden die Sachsenburg als Kinderferienlager und Schulungsheim.

Nachwendezeit
Die Stuttgarter Hofbräu AG er­warb die Sachsenburg 1990 für eine sym­bo­li­sche Mark. Die Stadt Frankenberg machte je­doch er­folg­reich Restitutionsansprüche gel­tend und ge­langte in den Besitz der Burg. Versuche, sie zu ver­kau­fen, schei­ter­ten. 2001begann ein ei­gens ge­grün­de­ter Verein mit Bauuntersuchungen und Sanierungsarbeiten, wel­che je­doch wie­der ein­ge­stellt wurden.

Heutige Nutzung
Die Stadt Frankenstein schreibt auf ih­rer Website:
“Aus bau­li­chen Gründen bleibt das Schloss für den öf­fent­li­chen Besucherverkehr vor­erst geschlossen.”
(ab­ge­ru­fen am 12. Januar 2021)

Bodendenkmalschutz
Die Ursprungsburg wurde durch das Schloss über­baut. Ein Abschnittswall ist noch er­kenn­bar. Die Anlage wurde 1970 un­ter Bodendenkmalschutz gestellt.