Großharthau: Wasserburg & Schloss Großharthau

Wasserburg & Schloss Großharthau
Hauptanschrift: Rittergut 1
Rittergutsgebäude: 1–21, 23, 25, 27, 29, 30
Orangerie & Schlossgärtnerei: Am Volkspark 11, 12, 13
01909 Großharthau

Historisches
Das Schloss Großharthau ging auf eine frü­here mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zu­rück. In der ers­ten Hälfte des 18. Jahrhunderts er­folgte ein Neubau von Schloss und Rittergut un­ter Einbeziehung der Bausubstanz der frü­he­ren Wasserburg. Die neue ba­ro­cke Anlage er­lebte meh­rere Besitzerwechsel, so nann­ten un­ter an­de­ren die Familien von Flemming, Vitzthum von Eckstädt und von Einsiedel das Schloss ihr eigen.
Als wei­tere Besitzer sind ab 1764 Johann Gottfried Uhlamann und ab 1775 Christoph Gottlieb Haußner be­kannt. Unter letz­te­rem ent­stand 1794 das heute noch vor­han­dene Torhaus. In der Mitte des 19. Jahrhunderts er­folg­ten am Schloss um­fas­sende Umbauten. Während der Napoleonischen Kriege hatte der fran­zö­si­sche Feldherr 1813 drei­mal in Großharthau Quartier ge­nom­men. Friedrich Günther Fürst zu Schwarzburg-​Rudolstadt er­warb das Rittergut Großharthau 1860. Er ver­machte es sei­nem un­ehe­li­chen Sohn Sizzo von Leutenberg, der 1894 zum Prinzen von Schwarzburg er­ho­ben wurde. Unter ihm er­folg­ten zwi­schen 1894 und 1902 er­neut um­fang­rei­che Umbauten am Schloss.

Nach 1945
1945 wurde das Schloss ge­plün­dert. Anfang 1946 gab es ei­nen Brand im Schloss, das an­schlie­ßend ge­nutzt wurde, um Baumaterial zu ge­win­nen. Die letz­ten Überreste wur­den schließ­lich 1948 ab­ge­tra­gen. Der Parkbereich wurde um­ge­stal­tet und we­ni­ger pom­pös ge­hal­ten. Vormals wur­den die Deckhengste für Moritzburg in den Ställen des Rittergutes untergebracht.

Nachwendezeit
Das Torhaus so­wie die Wirtschaftsgebäude wur­den saniert.

Heutige Nutzung
Die Rittergutsgebäude so­wie das Torhaus die­nen Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz
Die Burginsel ist im Parkbereich er­hal­ten. Auch der um­lau­fende Wassergraben ist noch was­ser­füh­rend. Die Anlage ver­fügt heute über eine Informationstafel und wurde be­reits erst­mals 1935 un­ter Bodendenkmalschutz ge­stellt. Die Erneuerung des Schutzes folgte Ende 1971.