Heidenau: Barockgarten Großsedlitz

Barockgarten Großsedlitz
Parkstraße 85
01809 Heidenau

Historisches
Reichsgraf August Christoph von Wackerbarth kaufte 1719 den Ort  Großsedlitz mit dem vor­han­de­nen Rittergut und be­auf­tragte 1720 /​ 1721 den Bau der Friedrichsburg, die von Daniel Pöppelmann ge­plant wurde. 1723 er­warb Kurfürst Friedrich August I (August der Starke) die Großsedlitzer Anlage. Dabei han­delte es sich um ei­nen ge­hei­men Kaufvertrag, der erst drei Jahre spä­ter öf­fent­lich ge­macht wurde, um das rie­sige Bauvorhaben nicht zu ge­fähr­den. Die Baumaßnahmen wur­den den­noch 1732 ein­ge­stellt und von der ur­sprüng­lich mit 96 ha ge­plan­ten Anlage wur­den nur 12 ha umgesetzt.

Im Siebenjährigen Krieg wurde Großsedlitz als preu­ßi­sches Hauptlager ge­nutzt. Durch ei­nen Feldzug von Napoleon wurde Großsedlitz 1813 zer­stört und die Parkanlage wurde 1831 in ein Staatsgut um­ge­wan­delt. Zwischen 1861 und 1864 er­folgte der Umbau der Unteren Orangerie. Die im Siebenjährigen Krieg zer­störte Friedrichsburg wurde 1872 bis 1874 ab­ge­ris­sen und mit dem deut­lich klei­ne­ren Friedrichschlösschen er­folgte der Neuaufbau von le­dig­lich ei­nem Seitenflügel.
Nach 1918 diente das Friedrichschlösschen un­ter an­de­rem als Kinderheim. Zwischen 1968 und 1970 wurde die Fassade des Schlösschens ei­ner Neugestaltung unterzogen.

Nachwendezeit
Seit 1993 un­ter­steht der Barockgarten Großsedlitz dem Sächsischen Schlösserbetrieb.

Heutige Nutzung
Im Friedrichschlösschen ist ein Café ein­ge­rich­tet, der Barockgarten lohnt ei­nen Besuch und wird gern für Freiluftkonzerte, Hochzeiten und an­dere Veranstaltungen genutzt.