Hohnstein: Burgwarte Wartenberg

17. Oktober 2012 Aus Von Schlossherrin

Burgwarte Wartenberg
Wartenberg
01848 Hohnstein

Historisches

Die Burgwarte Wartenberg auf dem Wartenberg bei Hohnstein diente einst als Vorposten dem Schutz der Burg Hohnstein. Diese war zu je­ner Zeit die Stammburg der Berken von Dubá, ei­nem Adelsgeschlecht aus Böhmen. Über die Burgwarte selbst ist nicht allzu viel be­kannt. Von ei­ner höl­zer­ne­ren Bauweise kann aus­ge­gan­gen wer­den, da dies die üb­li­che Bauform von Burgwarten zu je­ner Zeit ge­we­sen ist keine Spuren ei­ner einst fes­ten Bebauung er­kenn­bar sind.

Die Erbauung er­folgte ver­mut­lich im 13. oder 14. Jahrhundert. Die Herrschaften der Berken wur­den im 15. Jahrhundert von den Wettinern über­nom­men, die für die Burgwarten kei­ner­lei Verwendung hat­ten und diese auf­lie­ßen. Bereits 1456 wurde die Burgwarte Wartenberg als wüst bezeichnet.

Erhalten sind heute noch ein gut er­kenn­ba­rer Ringwall und zwei deut­li­che Abschnittswälle mit tie­fen Gräben, die dem äu­ße­ren Schutz der Wehranlage dien­ten. Die steil ab­fal­len­den Hänge in den Riesengrund hin­un­ter fun­gier­ten als na­tür­li­cher Schutz der Burgwarte. Westlich des Standorts der Burgwarte liegt ein Kamm, der ei­nen Sperrwall trug. Das Foto zeigt den Burghügel mit dem Wall- und Grabensystem.

Bodendenkmalschutz

Umfangreiche ar­chäo­lo­gi­sche Forschungen blie­ben auf dem Wartenberg aus. Die durch­ge­führ­ten Erkundungen führ­ten den­noch dazu, dass das ehe­ma­lige Burgareal als Bodendenkmal 1935 erst­mals und 1959 er­neut un­ter Schutz be­stellt wurde. Einen ent­spre­chen­den Hinweis sucht man vor Ort al­ler­dings vergebens.