Hoyerswerda: Schloss Hoyerswerda

Schloss Hoyerswerda
Schlossplatz 1
02977 Hoyerswerda

Historisches
Im 13. Jahrhundert wurde eine Wasserburg ge­grün­det, die 1272 mit Hoyer von Vredeberg als Burgherr er­wähnt wurde. Noch im glei­chen Jahrhundert wurde diese Wasserburg mehr­fach zer­stört und dar­auf­hin um­ge­baut. 1357 war sie böh­mi­sches Krongut und er­lebte nach­fol­gend wech­selnde Grundbesitzer, zu de­nen Thimo von Colditz und Benesch von Duba ge­hör­ten. Friedrich von Schönburg über­nahm die Burg 1461. 14671468 wurde sie durch ei­nen Brand zer­stört; im Jahr dar­auf be­gan­nen die Erneuerungs- und Umbauarbeiten. Exakt ein Jahrhundert spä­ter war Heinrich von Maltitz Besitzer, 1582 Seyfried von Promnitz. Noch im 16. Jahrhundert be­stand die Burg vor­nehm­lich aus Holz und Fachwerk, ein Brand im Jahre 1589 hatte da­her leich­tes Spiel bei der kom­plet­ten Zerstörung, der ein Neuaufbau im Renaissancestil 1592 folgte.

Die Herren von Ponickau be­sa­ßen das Schloss, das im Dreißigjährigen Krieg ge­plün­dert und aus­ge­brannt wurde, Anfang des 17. Jahrhunderts. Zur Mitte hin über­nahm Johann Georg I. den Bau und ver­an­lasste die Umgestaltung zu ei­nem Lustschloss. Die Reichsfürstin Katharina von Teschen, Mätresse Augusts des Starken, er­hielt Schloss Hoyerswerda 1705 und ließ um­fang­rei­che und prä­gende Um- und Anbauten durch­füh­ren. August III. kaufte die Schlossanlage 1737 zu­rück. 1781 ging sie in kom­mu­na­les Eigentum über. 1813 be­suchte Napoleon das Schloss. Nach Ende der Napoleonischen Kriege fiel es an Preußen und diente als Sitz der Steuer- und Finanzverwaltung so­wie als Amtsgericht und Gefängnis.

1945
Nach dem Krieg wurde das Schloss zu­nächst als Sitz der so­wje­ti­schen Militäradministration ge­nutzt. 1952 wur­den das Heimatmuseum ein­ge­rich­tet und der Schlossgarten um­ge­stal­tet. Zu DDR-​Zeiten wa­ren zu­dem das Gericht und ein Jugendclub im Schloss Hoyerswerda untergebracht.

Nachwendezeit
Bis 1998 er­folgte die um­fas­sende Sanierung des ge­sam­ten Schlosskomplexes. Das Gericht zog aus.

Heutige Nutzung
Im Schloss sind nach wie vor das Heimatmuseum und zu­sätz­lich das Stadtarchiv untergebracht.