Laußnitz: Wasserburg & Rittergut Glauschnitz

Wasserburg & Rittergut Glauschnitz
Radeburger Straße
01936 Laußnitz OT Glauschnitz

Historisches
Das Herrenhaus geht auf eine frü­here Wasserburg zu­rück. Es wurde 1564 er­wähnt und um 1700 neu er­rich­tet. Ehemalige Besitzer war die Familie von Schönberg. Die Ländereien um­fass­ten ehe­mals ca. 550 ha Land. Der letzte Besitzer Julius Crome war ein Antiquitätenhändler aus Dresden, der im Herrenhaus viele wert­volle Möbel und Kunstgegenstände la­gerte. Nach de­ren Diebstahl wurde, um Spuren zu ver­wi­schen, Feuer ge­legt und das Herrenhaus brannte am 11. Juli 1945 ab.

1945
Die Grundmauern wur­den nach dem Brand an­schlie­ßend ab­ge­tra­gen, Julius Crome wurde enteignet.

Heutige Nutzung
Die ehe­ma­li­gen Ställe und Wirtschaftsgebäude sind zu Wohngebäuden um­ge­baut und wer­den be­wohnt (Nr. 2, 4). Die Umfassungsmauern des Grundstücks sind stra­ßen­sei­tig er­hal­ten. Die ehe­ma­lige Toreinfahrt wurde sym­bo­lisch im Frühjahr 2007 wie­der aufgebaut.

Bodendenkmalschutz
Die Anlage der Wasserburg wurde Ende 1935 als Bodendenkmal un­ter Schutz ge­stellt. Der Schutz wurde Ende 1955 er­neu­ert. Die Burg wurde durch das ab­ge­ris­sene Herrenhaus völ­lig über­baut. Eine Böschungsmauer wird als ehe­ma­lige Abgrenzung zu ei­nem nicht mehr vor­han­de­nen Graben betrachtet.