Lawalde: Wasserburg & Schloss Kleindehsa

Wasserburg & Schloss Kleindehsa
Dorfstraße 6
02708 Lawalde OT Kleindehsa

Historisches
Als ers­ter Grundherr war Hertwicus von Desen be­kannt, der 1242 er­wähnt wurde.Kleindehsa wurde im 14. Jahrhundert als Rittersitz be­kannt. Offenbar be­stand be­reits da­mals eine Wasserburg, auf die das Rittergut Kleindehsa zu­rück­ging. Die Familie von Nostitz be­saß das Rittergut Kleindehsa im 16. und 17. Jahrhundert. 1710 wurde das Rittergut von Carl Gottlob von Ponickau er­wor­ben. Er ver­kaufte das Rittergut 1736 an Wolf Rudolph von Ziegler und Klipphausen, der es wie­derum aus Geldnot 1743 sei­ner Ehefrau Friedericke Juliane von Ziegler und Klipphausen ver­kaufte. Diese ver­an­lasste vier Jahre spä­ter den Bau des Schlosses an Stelle der vor­mals be­stehen­den Wasserburg. 1769 wurde das Rittergut versteigert.
Dietrich von Carlowitz er­warb das Rittergut Kleindehsa 1894. Nach sei­nem Tod erbte es seine Frau Elisabeth von Carlowitz, die von 1909 bis 1910 Umbauten durch­füh­ren ließ.  Ihre Tochter Sophie Margarete hei­ra­tete Hans von Zimmermann, der be­reits 1916 im Krieg ums Leben kam. In zwei­ter Ehe vrer­mählte sie sich mit Hans von Tschammer und Osten, der in die NSDAP ein­trat und als Reichssportkommissar Karriere machte. Er war Mitorganisator der Olympischen Spiele 1936 in Berlin und ver­starb zwei Jahre vor Kriegsende.

Nach 1945
Die Witwe Sophie Margarethe von Taschmmer und Osten wurde 1945 ent­eig­net. Das Rittergut wurde im Rahmen der Bodenreform auf­ge­teilt. Das Schloss wurde zu­nächst als Bezirksschulungsstätte der SED ge­nutzt. Ab 1963 diente das Schloss Kleindehsa als Schule.

Nachwendezeit
1992 zog die Grundschule ins Schloss ein. Die Gemeinde ver­an­lasste eine um­fang­rei­che Sanierung des Gebäudes.

Heutige Nutzung
Schloss Kleindehsa wird nach wie vor als Grundschule und Hort genutzt.

Bodendenkmalschutz
Die eins­tige Wasserburg ist durch das Herrenhaus völ­lig über­baut wor­den. Auch die Grabenreste wur­den ver­füllt. Das Burggelände wurde erst­mals 1936 und wie­der­holt 1958 als Bodendenkmal un­ter Schutz gestellt.