Leipzig: Pleißenburg

Pleißenburg
Martin-​Luther-​Ring 4
04109 Leipzig

Historisches
Die Pleißenburg wurde nach dem Fluss Pleiße be­nannt, an dem sie einst im zei­ti­gen 13. Jahrhundert un­ter Markgraf Dietrich dem Bedrängten er­rich­tet wor­den war. Die erste Erwähnung er­folgte 1212. 1548 wurde die Burg ab­ge­ris­sen, nach­dem sie im Schmalkaldischen Krieg schwere Beschädigungen er­lit­ten hatte. Im Jahr dar­auf ver­an­lasste Kurfürst Moritz von Sachsen den Neuaufbau im Festungscharakter, wo­bei eine Verknüpfung mit der Stadtbefestigung erfolgte.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatte die Pleißenburg ihre Bedeutung ver­lo­ren. Sie wurde 1764 schließ­lich aus der Liste der säch­si­schen Festungen ge­stri­chen und in der Folgezeit als Verwaltungsgebäude und Kaserne ge­nutzt. Bereits 1753 ver­legte man die Münzstätte Leipzig in die Burg-​Kasematten. Nach der Schließung 1765 zog die Zeichen- und Kunstakademie in die Burg und ver­blieb dort bis 1790. Seit 1794 be­fand sich Sternwarte im Turm der Pleißenburg, von 1838 bis 1876 diente ein Teil der Burganlage der Baugewerkeschule als Unterkunft.
1897 wurde die alte Pleißenburg ab­ge­ris­sen. An ih­rer Stelle wurde von 1899 bis 1905 das Neue Rathaus errichtet.

Heutige Nutzung
Der Bergfried ist noch er­hal­ten und in das Rathaus eingebunden.