Leipzig: Rittergut Schönau

Rittergut Schönau
Garskestraße 31
04205 Leipzig

Historisches
Das 1517 er­wähnte Vorwerk be­fand sich von 1520 bis 1537 im Besitz von Wolf Wiedemann und kam im fol­gen­den Jahr an den Rat der Stadt Leipzig. Theodor Möstel, Leipziger Bürgermeister, über­nahm es 1622. Im Jahre 1652 über­nahm es Franz Schwendendorff, ihm folge zwei Jahre spä­ter Johann Theodor Braun. Nach zwei wei­te­ren Besitzerwechseln, 1709 Dr. Born und vier Jahre dar­auf der Stiftsrat Horn, kam das Vorwerk Schönau 1737 an Heinrich Reichsgraf von Brühl. Ihm folg­ten 1747 Johann Leonhard Freiherr von Schwendendorff, 1755 Jakob Benedict Winckler und 1786 die Kaufmannsfamilie Schmidt, die im fol­gen­den Jahr den Bau des Herrenhauses in Auftrag ge­ge­ben hatte. Erst im Jahr 1858 wurde statt des Vorwerkes ein Rittergut in den Akten ver­merkt. Über die Enkelin des Kaufmanns Schmidt kam das Rittergut an die Familie Müller. Die Stadt Leipzig er­warb es 1937. 1979 wurde der Rittergutshof abgerissen.

Heutige Nutzung
Erhalten ist das sa­nie­rungs­be­dürf­tige, leer­ste­hende Herrenhaus. Der Park ist gepflegt.