Leisnig: Kloster Buch

Kloster Buch
Klosterbuch 1
04703 Leisnig OT Klosterbuch

Historisches
Das Zisterzienserkloster wurde be­reits vor sei­ner ers­ten ur­kund­li­chen Nennung im Jahre 1192 ge­grün­det. Im Laufe der Zeit ver­grö­ßerte sich der Besitz des Klosters, das un­ter der Verwaltung der Burggrafen von Leisnig stand, durch meh­rere Schenkungen. Im 14. Jahrhundert ge­langte Kloster Buch an die Wettiner. In den letz­ten Tagen des Jahres 1525 wurde das Kloster auf­ge­löst, die Güter auf­ge­teilt und ver­pach­tet. 1555 er­warb Hans von Schleinitz das Klostergut. 1696 er­folgte die Erwähnung als Vorwerk, 1820 als Kammergut. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges tra­ten ver­schie­dene Pächter auf, dar­un­ter die Landesschule Grimma.

Vom Ursprungsbau des Klosters ha­ben sich nur we­nige Gebäudeteile er­hal­ten. Die Gutskirche wurde im spä­ten 12. Jahrhundert er­baut und 1678 um­ge­stal­tet. Kapitelhaus, Brauhaus, Infirmerie und Abthaus ent­stan­den zwi­schen dem frü­hen und spä­ten 13. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wur­den ver­schie­dene Wirtschaftsgebäude errichtet.

1945
Nach 1945 er­folgte die Umwandlung in ein volks­ei­ge­nes Gut. Dazu wur­den an der Klostergutsanlage Anbauten getätigt.

Nachwendezeit
Das volks­ei­gene Gut wurde auf­ge­löst. An- und Einbauten wur­den von ABM-​Kräften ab­ge­ris­sen. Neunutzungen als Stadtgut so­wie Angliederung an die Landeskliniken Hochweitzschen konn­ten nicht um­ge­setzt wer­den. Sicherungs- und erste Sanierungsarbeiten wur­den vor­ge­nom­men. Der 1997 ge­grün­dete Förderverein über­nahm die Klosteranlage drei Jahre spä­ter in sein Eigentum und un­ter­nahm wei­tere denk­mal­pfle­ge­ri­sche Arbeiten.

Heutige Nutzung
Museum

Bodendenkmalschutz
Das Areal wurde 1940 und er­neut 1959 als Bodendenkmal un­ter Schutz ge­stellt. Es ist nicht ge­si­chert, ob der Vorgängerbau des Klosters eine Wasserburg oder eine Hofanlage war.