Lossatal: Schloss Großzschepa

Schloss Großzschepa
Schloßstraße /​ Ecke Lindenallee
04808 Lossatal OT Großzschepa

Historisches
Die erst­ma­lige Erwähnung des Rittergutes Großzschepa er­folgte 1554. Es ging aus ei­nem Gut her­vor, wel­ches sich im 15. Jahrhundert im Besitz der Familien von Maschwitz, von Schönberg und von Amsdorf be­fand. Ihnen folg­ten die Familien von Planck, von Holleufer und von Birckholz. 1666 kam das Rittergut für rund ein­hun­dert Jahre an die Familie von Hartitzsch, die zwi­schen 1710 und 1720 das Schloss er­rich­ten ließ. Nachdem es 1742 völ­lig aus­brannte, wurde es in sei­ner heu­ti­gen Form neu er­rich­tet. Von der Familie von Hartitzsch ging Schloss Großschepa an den Hofrat Hommel über, wel­cher es 1827 Amalie Henriette Pöckel ver­erbte, die es bis min­des­tens 1852 be­saß. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es von der Familie von Schönberg ge­kauft und 1883 umgestaltet.

1945
Die letz­ten Besitzer wurde im Rahmen der Bodenreform ent­eig­net. Das Schloss wurde ge­plün­dert und zur Unterkunft für Wohnungslose um­funk­tio­niert; die land­wirt­schaft­li­chen Flächen wur­den an Neubauern auf­ge­teilt. In den 1970er Jahren er­folg­ten im Inneren des Schlosses er­heb­li­che Umbauten.

Nachwendezeit
Schloss Großzschepa wurde an pri­vat ver­kauft. Ausbleibende Sanierungsarbeiten führ­ten zu ei­nem Verfall des Baus.

Heutige Nutzung
Im Sommer 2012 wurde ein Förderverein ge­grün­det, des­sen Ziel die Umgestaltung des de­so­la­ten Rittergutes Großzschepa für eine öf­fent­li­che Nutzung ist. Besonderes Augenmerk liegt auf dem ein­sturz­ge­fähr­de­ten Schloss, wo­bei ein Wideraufbau an­ge­sichts der zu er­war­ten­den enor­men Kosten aus­sichts­los scheint.