Markersdorf: Wasserburg & Schloss Gersdorf

10. November 2012 Aus Von Schlossherrin

Wasserburg & Schloss Gersdorf
Lindenweg
02829 Markersdorf OT Gersdorf

Historisches
Die Familie von Gersdorff be­saß das Gut bis 1585 und ver­kaufte es an Günther von Hermsdorf. Weitere Besitzer wa­ren die Familien von Warnsdorf und von Salza. Die Familie von Gersdorff er­warb das Rittergut Gersdorf 1684 zu­rück und ver­kaufte es fünf Jahre spä­ter an die Familie von Nostitz. Es blieb bis 1810 in di­rek­tem Familienbesitz und kam 1877 an die Familie Krug von Nidda. Das Schloss wurde un­ter die­ser 1879 er­baut. Zuvor exis­tierte be­reits ein von Wassergräben um­schlos­se­ner Burgbau, der noch um 1780 als Vierflügelanlage exis­tierte. Diese Anlage ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts ver­lo­ren, bis auf den Südflügel. Zwischenzeitlich musste das Rittergut 1931 ver­stei­gert wer­den, blieb aber den­noch in Familienbesitz, in­dem es vom äl­tes­tens Sohn Carl Ludwig Krug von Nidda er­stei­gert wurde. Der Wirtschaftshof wurde im 19. und 20. Jahrhundert mehr­fach umgebaut.

Nach 1945
Die Familie Krug von Nidda wurde 1945 ent­eig­net und nach Prora auf Rügen de­por­tiert. Nach Kriegsende diente das Schloss Flüchtlingen als Unterkunft, au­ßer­dem wurde es als Schule und Kindergarten ge­nutzt. Die ge­plante Sprengung konnte 1947 so­mit ver­hin­dert werden.

Nachwendezeit
Die Wohnungsnutzung wurde nach 1989 nach und nach auf­ge­ge­ben. 1996 ge­lang­ten Teile des Rittergutes wie­der an die Familie Krug von Nidda. 2007 und 2008 be­fand sich das Schloss, das nun eben­falls ei­nen neuen Besitzer ge­fun­den hatte, in der Rekonstruktions- und Sanierungsphase.

Heutige Nutzung
Der Innenausbau soll erst er­fol­gen, wenn ein Nutzungskonzept für das leer­ste­hende Schloss vor­liegt. Das Gesindehaus und zwei Ställe wur­den sa­niert, sie die­nen Wohnzwecken.

Bodendenkmalschutz
Die ur­sprüng­li­che Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut und der was­ser­füh­rende Graben ein­ge­eb­net. Bodendenkmalschutz be­steht für die Wasserburganlage seit 1977.