Markersdorf: Wasserburg & Schloss Gersdorf

Wasserburg & Schloss Gersdorf
Lindenweg
02829 Markersdorf OT Gersdorf

Historisches
Die Familie von Gersdorff be­saß das Gut bis 1585 und ver­kaufte es an Günther von Hermsdorf. Weitere Besitzer wa­ren die Familien von Warnsdorf und von Salza. Die Familie von Gersdorff er­warb das Rittergut Gersdorf 1684 zu­rück und ver­kaufte es fünf Jahre spä­ter an die Familie von Nostitz. Es blieb bis 1810 in di­rek­tem Familienbesitz und kam 1877 an die Familie Krug von Nidda. Das Schloss wurde un­ter die­ser 1879 er­baut. Zuvor exis­tierte be­reits ein von Wassergräben um­schlos­se­ner Burgbau. Die Familie Krig von Nidda wurde 1945 ent­eig­net und nach Prora auf Rügen de­por­tiert. Zwischenzeitlich musste das Rittergut 1931 ver­stei­gert wer­den, blieb aber den­noch in Familienbesitz. Der Wirtschaftshof wurde im 19. und 20. Jahrhundert mehr­fach um­ge­baut.

1945
Nach Kriegsende diente das Schloss Flüchtlingen als Unterkunft, au­ßer­dem wurde es als Schule und Kindergarten ge­nutzt. Die ge­plante Sprengung konnte 1947 ver­hin­dert wer­den.

Nachwendezeit
Die Wohnungsnutzung wurde nach 1989 nach und nach auf­ge­ge­ben. 1996 ge­lang­ten Teile des Rittergutes wie­der an die Familie Krug von Nidda. 2007/​2008 be­fand sich das Schloss in der Rekonstruktions- und Sanierungsphase.

Heutige Nutzung
Der Innenausbau soll erst er­fol­gen, wenn ein Nutzungskonzept für das leer­ste­hende Schloss vor­liegt.

Bodendenkmalschutz
Die ur­sprüng­li­che Wasserburg wurde durch das Schloss über­baut und der was­ser­füh­rende Graben ein­ge­eb­net. Bodendenkmalschutz be­steht für die Wasserburganlage seit 1977.