Mylau: Burg Mylau

Burg Mylau
Burg 1
08499 Mylau

Historisches
Früheste Besitzer von Mylau wa­ren die Herren von Milin, die mög­li­cher­weise be­reits im 11. Jahrhundert oder frü­her ih­ren Herrensitz im heu­ti­gen Mylau be­grün­de­ten und eine erste Burg an­le­gen lie­ßen. Die heu­tige Burg ent­stand ver­mut­lich ge­gen Ende des 12. Jahrhunderts. Die Vögte von Plauen und Greiz über­nah­men den Besitz in der Mitte des 13. Jahrhunderts und ver­an­lass­ten ei­nige Umbauten. 1356 er­hiel­ten die Herren Reuss von Plauen die Burg Mylau als böh­mi­sches Lehen, ver­kauf­ten je­doch be­reits 1367 an Kaiser Carl IV., der die Burg un­ter an­de­rem um die Vorburg er­wei­tern ließ. 1422 wurde die Burg Mylau an die Wettiner ver­pfän­det, in de­ren Besitz sie sich bis 1460 be­fand und da­nach an die Herren von Metzsch überging.

Auch im 16. Jahrhundert wur­den Umbauten aus­ge­führt, un­ter an­de­rem wurde der Palas auf­ge­stockt. Die Herren von Schönberg über­nah­men die Burg 1577, im ers­ten Drittel des 17. Jahrhunderts ge­langte sie an die Familie Bose, der die Familie von der Planitz 1727 folgte. 1772 gel­ante die Burg in bür­ger­li­che Hände. Da sie zeit­weise un­be­wohnt war, hatte der Verfall ein­ge­setzt. Im 18. Jahrhundert wur­den die Fachwerkbauten er­neu­ert. In der Burg war zwi­schen 1809 und 1831 eine Baumwollspinnerei un­ter­ge­bracht, im 19. Jahrhundert fan­den um­fang­rei­che Restaurierungsarbeiten und Umbauten statt. Die Burg ging 1892 an die Stadt Mylau über.

Heutige Nutzung
Die Burg Mylau be­her­bergt heute Stadtverwaltung, Fremdenverkehrsamt und Museum.

Bodendenkmalschutz
Die Anlage des Ursprungsbaus wurde 1956 als Bodendenkmal un­ter Schutz ge­stellt. Erhalten sind eine um­lau­fende Ringmauer, ein vor­ge­la­ger­ter Burggarten und des­sen Umfassungsmauer.