Neukirchen/​Pleiße: Schloss Lauterbach

12. November 2012 Aus Von Schlossherrin

Schloss Lauterbach
Am Schloss 9
08459 Neukirchen/​Pleiße OT Lauterbach

Historisches

Einst wa­ren die Ritter von Lauterbach im gleich­na­mi­gen Ort zu Hause. Aus dem 1304 er­wähn­ten Herrensitz ging im 14. Jahrhundert ein Vorwerk des Schlosses Crimmitschau her­vor, das als sol­ches noch 1551 be­stan­den hatte. Bis ins Jahr 1603 blieb Lauterbach im Besitz der Familie von Weißenbach und wurde von die­ser an Bernhard von Starschedel verkauft.

Zwischen 1640 und 1705 be­fand sich Schloss Lauterbach im Besitz der Familie von Bose. Es kam 1707, sechs Jahre zu­vor ab­ge­brannt, an die Familie von Schönburg, un­ter der 1762 die Gebäude des Rittergutes er­rich­tet wur­den. 1841 fiel das Rittergut Lauterbach an Agnes Fiedler, die es be­reits zwei Jahre spä­ter an Moritz Samuel Esche ver­kaufte. Unter den Esche-​Söhnen wur­den die al­ten Aufbauten ab­ge­ris­sen und 1884 das Schloss auf den al­ten Grundmauern erbaut.

Arnold Esche erbte das Rittergut 1904. Unter ihm wurde das Rittergut als ren­ta­bler Landwirtschaftsbetrieb ge­führt. Zwischen 1907 und 1909 fan­den un­ter sei­ner Federführung in den Innenräumen Umgestaltungsarbeiten statt.

Nach 1945

Arnold Esche wurde nach 1945 ent­eig­net. Ihm wurde zu­sätz­lich eine Bannmeile von 20 Kilometern auf­er­legt. Der Abbruch des Schlosses konnte zwar ver­hin­dert wer­den, je­doch ging ein Großteil der Inneneinrichtung ver­lo­ren. Die Gemeindeverwaltung über­nahm das Schloss 1948 und rich­tete darin Wohnraum, das Bürgermeisteramt so­wie eine Artzpraxis ein. Die land­wirt­schaft­li­chen Flächen wur­den von der LPG übernommen.

Nachwendezeit

Das Schloss wurde nach und nach leer­ge­zo­gen, bis 2004 ein kom­plet­ter Leerstand er­reicht war. Im glei­chen Jahr er­folgte der Verkauf an den heu­ti­gen Eigentümer.

Heutige Nutzung

Das Schloss be­fin­det sich seit 2004 in Privatbesitz ei­nes Künstlers, der die Sanierung schritt­weise vor­nimmt. Zum ehe­ma­li­gen Wirtschaftshof ge­hö­ren ein gro­ßes Stallgebäude so­wie zwei wei­tere Gebäude. Diese wer­den heute be­wohnt. Der Gutspark steht als Gartendenkmal un­ter Schutz.