Neusalza: Wasserburg & Schloss Friedersdorf

Wasserburg & Schloss Friedersdorf
Am Pflegeheim 4
02742 Neusalza OT Friedersdorf

Historisches
Das heu­tige Schloss geht auf eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg zu­rück. 1430 wurde diese Wasserburg als Rittersitz er­wähnt. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war von ei­nem Vorwerk die Rede, wel­ches 1598 als Rittergut Niederfriedersdorf Erwähnung fand. Als Besitzer sind 1392 die Brüder von Raussendorf so­wie Bernhard von Döbschütz, 1430 Hinrich Luttitz, von 1469 bis 1655 die Familie von Rodewitz, nach­fol­gend bis 1843 die Familie von Leubnitz, 1845 Hans Anton August von Schlieben, 1874 Karl Friedrich Eduard Müller und seit 1877 der Kammerherr und Rittmeister Hans Leo von Oppell und des­sen Familie be­kannt. Als Hans leo von Oppell in den Besitz des Ritterguts kam, war der Wassergraben noch vor­han­den, das Herrenhaus be­stand aus Fachwerk. Er ließ ab 1880 um­fang­rei­che Um- und Neubauten im Bereich des Gutshofes vor­neh­men und ab 1887 bis 1889 das heu­tige Schloss errichten.

Nach 1945
Die Familie von Oppell be­saß das Schloss mit Rittergut bis 1945. Dann wurde ihr Grundbesitz ent­eig­net und an Neubauern auf­ge­teilt, wäh­rend das Schloss bis 1957 als Weiterbildungs- und Schulungsheim der CDU ge­nutzt wurde. Danach kam die Gemeinde Friedersdorf in den Besitz des Schlosses, die es als Kinderferienlager ver­mie­tete. 1960 fan­den um­fas­sende Umbauarbeiten statt. Ab 1961 wurde es als Alters- und Pflegeheim genutzt.

Nachwendezeit
In den Jahren 2004 und 2005 wurde Schloss Friedersdorf um ei­nen Anbau er­wei­tert, der dem neo­ba­ro­cken Baustil des Hauptgebäudes nach­emp­fun­den wurde.

Heutige Nutzung
Das Schloss wird heute nach wie vor als Altersheim ge­nutzt. Der dazu ge­hö­rende Schlosspark ist des­halb nur teil­weise zu­gäng­lich. Von der eins­ti­gen Wasserburg zeugt heute nichts mehr, die was­ser­füh­ren­den Gräben sind längst verfüllt.