Neustadt: Wasserburg & Schloss Langburkersdorf

12. November 2012 Aus Von Schlossherrin

Wasserburg & Schloss Langburkersdorf
Dammstraße 2
01844 Neustadt OT Langburkersdorf

Historisches

Eine mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg wurde be­reits 1423 er­wähnt und be­fand sich da­zu­mal im Besitz von Leuthold von Luttitz (oder Lottwitz). Die Erwähnung als Vorwerk da­tiert auf das Jahr 1470, die Nennung als Rittergut auf das Jahr 1547. 1564 er­warb Georg von Wehse das Rittergut, das lange Zeit in Familienbesitz ver­blieb. Nach ei­nem Brand im Juni 1584 wurde das Schloss 1611 un­ter der Familie von Wehse neu auf­ge­baut, wo­bei die vor­ma­lige Wasserburg über­baut wurde und ver­lo­ren ging. Bei ei­nem 1749 durch­ge­führ­ten Umbau wurde der Treppenturm angefügt.

Der Freiherr von Stieglitz er­warb Schloss und Rittergut 1870 (nach ei­ner an­de­ren Quelle erst 1884), um es als Jagdsitz zu nut­zen. 1925 er­warb die Landesversicherungsanstalt Schloss Langburkersdorf, um es nach um­fang­rei­chen Umbaumaßnahmen als Altersheim zu nut­zen. Ab 1937 diente das Schloss als Erholungsheim.

Nach 1945

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs er­folgte keine Enteignung. Schloss Langburkersdorf wurde wei­ter­hin als Erholungsheim ge­nutzt und 1947 in ein TBC-​Heim um­ge­wan­delt. Nachdem der Rat des Kreises in den Besitz des Schlosses ge­kom­men war, er­folgte ab 1966 er­neut eine Nutzung als Alters- und Pflegeheim. Ab 1981 wurde das Schloss saniert.

Nachwendezeit

Die Fassade wurde 1991 er­neu­ert. Im Jahr dar­auf er­hielt die Landesversicherungsanstalt Schloss Langburkersdorf zu­rück. Das Altenheim zog 1999 aus, nach­dem zwei Jahre zu­vor eine Entwicklungsgesellschaft das Schloss er­wor­ben hatte. Die Gemeinde Hohwald er­warb das Schloss 2000 und ver­an­lasste ab Ende 2010 bis 2013 um­fang­rei­che Sanierungsarbeiten, um Abhilfe be­züg­lich des Leerstandes zu schaffen.

Heutige Nutzung

Im Erdgeschoss be­fin­den sich ein Trauzimmer und der Festsaal. In den bei­den Obergeschossen sind Büroräume un­ter­ge­bracht. Das Rittergut mit sei­ner groß­zü­gi­gen Gebäudesubstanz be­fin­det sich in un­sa­nier­tem bis sa­nier­ten Zustand und un­ter­liegt un­ter­schied­li­chen Nutzungsverhältnissen.

Bodendenkmalschutz

Von der ur­sprüng­li­chen Wasserburg ist nichts mehr er­kenn­bar. Der Graben wurde tro­cken­ge­legt und durch das Schloss über­baut. Der Bodendenkmalschutz be­steht seit Anfang 1972.
(Fotos: Oktober 2022)