Nossen: Burg & Schloss Nossen

Schloss Nossen
Burg Nossen
Am Schloß 3
01683 Nossen

Historisches
1185 gab es eine erste ur­kund­li­che Erwähnung der Ritter von Nuzzin. Nach ei­nem Verkauf an den Meißner Bischof 1315 fan­den um­fang­rei­che Umbauten der da­ma­li­gen Burg statt. 1436 er­warb das Kloster Altzella das Schloss und ließ zwei Jahre spä­ter das her­un­ter ge­kom­mene Gebäude zum Abtssitz um­bauen. Aufgrund der Reformation 1539 /​ 1540 in Sachsen wurde das Kloster auf­ge­löst und das Schloss ging in den Besitz des Landes Sachsen über. Nach 1545 wurde es Sitz kur­fürst­li­cher Ämter. 1667 fan­den grund­le­gende Bauarbeiten statt. Die vor­ma­lige Burg wurde ab­ge­ris­sen und als Schloss im Renaissancestil neu er­rich­tet. 1716 weilte die Gräfin Cosel hier kurz­zei­tig we­gen Krankheit. 1775 wurde das Schloss als kur­fürst­li­che Unterkunft auf­ge­ge­ben und nach­fol­gend für Amtszwecke ge­nutzt, ab 1787 bei­spiels­weise als Strafanstalt. Seit 1877 dien­ten Teile als Nebenstelle der Strafanstalt Zwickau. Zwischen 1889 und 1905 war das Schloss Landeserziehungsanstalt für schwach­sin­nige Mädchen.

1945
Nach 1945 diente es als Wohnraum und bis 1952 als Amtsgericht. Von 1954 bis 1985 war ein Heimatmuseum in ihm un­ter­ge­bracht, von 1981 bis 1990 fan­den Rekonstruktionen statt.

Nachwendezeit
1994 ging Schloss Nossen in den Besitz des Freistaates Sachsen über und zählt seit­her zum Staatlichen Schlossbetrieb.

Heutige Nutzung
Das Schloss wird für Wohnzwecke, Veranstaltungen und als Museum genutzt.

Bodendenkmalschutz
Die ur­sprüng­li­che Wehranlage steht als Bodendenkmal seit 1973 un­ter Schutz.