Oßling: Rittergut Liebegast

6. November 2012 Aus Von Schlossherrin

Rittergut Liebegast
Eintrachtstraße 26
01920 Oßling OT Liebegast

Historisches
Liebegast wurde erst­mals 1408 er­wähnt und war 1432 ein Herrensitz von Heinrich von Duba. Ab 1570 be­fand sich der Herrensitz Liebegast im Besitz der Familie von Ponickau und ver­bleib da bis nach 1625, als Hans Otto von Ponickau als Besitzer ge­nannt wurde. Von 1646 bis 1651 be­fand sich das Gut im Besitz von Johann Friedrich von Knoch, ehe es 1651 von Hans Christian von Ponickau er­wor­ben wurde. Damit be­fand sich das Rittergut wie­der im Besitz der Familie von Ponickau.
Ihr folgte die Familie von Klemm, die den Grundbesitz 1716 an Sophie Eleonore von Haugwitz ver­kaufte. Von ihr er­warb 1729 Karl Heinrich Reichsgraf von Hoym das Rittergut Liebegast. Ihm folgte zwei Jahre spä­ter seine Schwester Rahel Charlotte Gräfin Vitzthum von Eckstädt. Das Rittergut ver­blieb bis 1791 in Familienbesitz und wurde dann von Andreas von Ludwig er­wor­ben. Als er 1796 starb, über­nah­men seine drei Söhne den Grundbesitz bis 1801. Danach be­fand sich das Rittergut Liebegast bis 1818 im Besitz von Carl Friedrich von Ludwig.
1818 er­folgte der Verkauf an F. A. Nicolai. Weitere na­ment­lich nach­ge­wie­sene Besitzer wa­ren ab 1850 die Familie Israel, ab 1870 Johanna Hesse, von 1876 bis 1893 Karl Hänsel, 1894 ge­folgt von Guido Hänsel und 1898 von Heinrich Handrika. Rudolph Vessel er­warb 1909 als vor­letz­ter bür­ger­li­cher Besitzer das Rittergut. 1912 über­nahm die Norddeutsche Grunderwerbs-​und Bewertungs GmbH Berlin das Rittergut. Ab 1917 war Wilhelm Kleeschulte der letzte bür­ger­li­che Besitzer und 1926 kauf­ten die Eintracht Braunkohlenwerke und Brikettfabriken in Neu Welzow das Rittergut Liebegast. Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert errichtet.

Nachwendezeit
Ein pri­va­ter Investor hat das Herrenhaus 1998 sa­niert. Die Seitenflügel des ur­sprüng­li­chen Vierseitenhofes wur­den teil­weise weg­ge­ris­sen, teil­weise er­hal­ten und saniert.

Heutige Nutzung
Das Herrenhaus wird be­wohnt. In den an­de­ren Gebäudeteilen ha­ben die Liebegaster Begegnungsstätte, das Gerätehaus der ört­li­chen Freiwilligen Feuerwehr so­wie ein Reihenhaus ih­ren Platz gefunden.