Wasserburg & Schloss Otterwisch
Schloss 1
04668 Otterwisch
Historisches
Um 1500 befand sich das Gut Otterwisch im Besitz des Augustinerklosters in Grimma und gelangte nachher in weltlichen Besitz in die Hände der Familie von Hirschfeld. Zu dieser Zeit bestand offenbar bereits seit geraumer Zeit eine Wasserburg, die vermutlich bereits um 1269 als Rittersitz diente. Die Familie von Hirschfeld verkaufte das 1551 erwähnte Rittergut 1581 an die Familie aus dem Winkel.
Um 1660 ging das Rittergut Otterwisch in den Besitz der Familie von Metzsch und 1721 an die Familie von Ponickau über. Die Gräfin Rahel Charlotte Vitzthum von Eckstädt kaufte es 1727 und ließ zwischen 1728 und 1730 das heutige Schloss erbauen. Zwei Jahre nach fertigstellung des Schlossneubaus veräußerte sie es an ihren Sohn Ludwig. Dessen Erben verkauften das Anwesen 1779 an die Fürstenfamilie von Schwarzburg-Sondershausen.
Weitere Besitzer waren ab 1852 Johann Dietrich Ludwig Bohne und ab 1868 (andere Quelle: 1870) Frédéric Shears, der zahlreiche Umbauten am Schloss Otterwisch veranlasste. 1882 erwarb Arno Achim von Arnim das Rittergut mit Schloss Otterwisch. Nach seinem Tod 1919 überließ seine Witwe das Rittergut in Ermangelung eigener überlebender Erben dem Neffen Hans-Karl von Arnim-Peres. Dieser verstarb 1944 und das Rittergut wurde daraufhin von Curt von Arnim übernommen.
Nach 1945
Im Oktober 1945 erfolgte die Enteignung von Curt von Arnim im Rahmen des Vollzugs der Bodenreform. Nachfolgend diente das Schloss vielfältigen Zwecken wie Wohnraum, Arztpraxis, Kindergarten, Bibliothek und Turnhalle.
Nachwendezeit
1999 (andere Quelle: bereits 1998) kam Schloss Otterwisch in den Besitz der Gemeinde. 2001 erfolgte der Verkauf an privat. 2008 wurde schrittweise mit der Sanierung begonnen. 2021 gelangte Schloss Otterwisch in den Besitz der aktuellen Eigentümerin.
Heutige Nutzung
Schloss Otterwisch befindet sich nach wie vor in Privatbesitz und steht leer.
Bodendenkmalschutz
Das Schloss ist der Nachfolgebau einer vorher bestehenden Wasserburg aus der Zeit des Mittelalters. Die Wasserburg wurde durch das Schloss überbaut und dadurch erheblich verändert. Der ehemals wasserführende Graben ist zu großen Teile noch erhalten. Schutz als Bodendenkmal besteht seit 1937. Im Jahre 1956 wurde der Schutz erneuert und zwei Jahre später erweitert.
Last Updated on 24. März 2026 by Sachsens Schlösser