Pulsnitz: Wasserburg, Altes & Neues Schloss Pulsnitz

Wasserburg und Altes & Neues Schloss Pulsnitz
Wittgensteiner Straße 1
01896 Pulsnitz

Historisches
Das Alte Schloss, auch Eustachius-​Haus ge­nannt,  wurde um 1600 als Wasserburg er­rich­tet und geht auf ei­nen frü­he­ren Herrensitz von 1225 zu­rück. Im 18. Jahrhundert fan­den Rück- und Umbauten am Schloss un­ter dem säch­si­schen Kammerjunker Johann Georg von Maxen statt, frei­wer­den­den Baumaterial wurde für die Errichtung des Neuen Schlosses ge­nutzt. Dieses wurde 1718 fertiggestellt.

Im Siebenjährigen Krieg zwi­schen 1756 und 1763 be­zog der preu­ßi­sche König Friedrich II. das Schloss. Die Gutsbesitzer muss­ten ihn und sein Gefolge kost­spie­lig ver­sor­gen. Gleiches Schicksal er­fuh­ren die spä­te­ren Gutsbesitzer um 1813 im Napoleonischen Krieg, als  Zar Alexander I. und der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. Quartier im Schloss nah­men. Curt Ernst von Posern ge­langte um 1800 in den Besitz der Pulsnitzer Schlösser und sorgte für eine Vergrößerung des Gutes, zu dem auch ein Marstall und Remisen für Pferde so­wie eine Gärtnerei und eine Brauerei ge­hör­ten. Er war Sächsischer Rittmeister und Klostervogt von St. Marienstern.

Nach 1945
Die Familie von Posern be­wohnte das Schloss bis 1945 und wurde durch die Bodenreform ent­eig­net. Nach 1948 wurde die Lungenheilstätte von Schwepnitz nach Pulsnitz ver­legt und da­mit die Geschichte der Klinik begründet.

Heutige Nutzung
Heute wird in dem auf­wän­dig sa­nier­ten Gebäudekomplex ein Krankenhaus für neu­ro­lo­gi­sche Rehabilitation mit Zentrum für neu­ro­lo­gi­sche und neu­ro­chir­ur­gi­sche Frührehabilitation be­trie­ben. Der weit­läu­fige, öf­fent­lich zu­gäng­li­che Schlosspark mit Skulpturensammlung ver­fügt über ei­nen gro­ßen Gondelteich.

Bodendenkmalschutz
Die Wasserburg be­fand sich im Westteil des Schlosshofes. Sie ist über­baut und so­mit ver­än­dert wor­den. Erhalten ist ein Vorstau. Bodendenkmalschutz be­steht seit 1960.