Radebeul: Friedensburg

12. August 2012 Aus Von Schlossherrin

Friedensburg
Obere Burgstraße 6
01445 Radebeul

Historisches

Die Friedensburg geht auf ei­nen Vorgängerbau zu­rück, ein Winzerhaus aus dem 17. Jahrhundert. Hier wurde be­reits da­mals ein Weinausschank be­trie­ben. Dieser brannte 1868 teil­weise ab. Der Besitzer des Weinbergs, Ernst Louis Gießmann, ließ un­ter Einbeziehung der Brandruine von 1870 bis 1871 ein neues Berghaus er­rich­ten. In Anlehnung an den Friedensschluss zwi­schen Deutschland und Frankreich im Jahr der Fertigstellung er­hielt das Gebäude den Namen Friedensburg.

Die Friedensburg wurde zu­nächst wie ihr Vorgängerbau als Gasthaus ge­nutzt. Ab 1895 kam eine Nutzung als Hotel dazu. 1896 wurde für den da­ma­li­gen Besitzer Carl Hermann Schmidt eine Veranda an­ge­baut. 1902 folgte eine Terrasse. Weitere Umbauten wur­den von 1925 bis 1927 un­ter Gustav Stübner vor­ge­nom­men. Die Familie Stübner be­saß die Friedensburg be­reits seit 1914.

Nach 1945

Die Friedensburg blieb von der Enteignung nicht ver­schont. 1963 wurde sie an die HO ver­pach­tet, ab 1969 als Gästehaus der Druckmaschinenwerke Planeta ge­nutzt und 1977 in ein Schulungs- und Ferienobjekt der Baumechanisierung Halle um­funk­tio­niert. Die Gaststätte wurde von 1961 bis 1990 durch­ge­hend von der HO bewirtschaftet. 

Nachwendezeit

Zwischen 1990 und 1993 be­trieb Graf von Dürckheim die Friedensburg als Gastronomie- und Hoteleinrichtung.

Heutige Nutzung

Die Friedensburg stand ei­nige Jahre nach ih­rer Sanierung un­ge­nutzt. Grund da­für wa­ren un­ter an­de­rem Differenzen zwi­schen ge­wünsch­ter und ge­neh­mig­ter Nutzung. 2018 wurde dem Eigentümer Wohnrecht auf der Friedensburg erteilt.