Riesa: Wasserburg & Schloss Jahnishausen

Wasserburg & Schloss Jahnishausen
Jahnatalstraße 4a
01591 Riesa OT Jahnishausen

Historisches
Die frü­here Wasserburg wurde ver­mut­lich in der ers­ten Hälfte des 13. Jahrhunderts er­rich­tet. Der Rittersitz be­fand sich seit der ers­ten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Schleinitz. Nach Aufgabe der Burg ent­stand das Schloss im Wesentlichen im 16. Jahrhundert. Der Familienbesitz wurde 1645, in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in der das Schloss zer­stört wurde, an die Familie von Kötteritz ver­äu­ßert. 1676 er­warb die Freifrau von Reichenbach das Rittergut, von ihr erbte es 1718 die Grafenfamilie von Callenberg. 1730 kam es zu ei­nem fol­gen­schwe­ren Brand, der am Schloss starke Schäden ver­ur­sacht hatte. Diese wur­den erst 1786 be­ho­ben, nach­dem Dietrich von Plötz das Schloss er­wor­ben hatte. Zehn Jahre spä­ter ver­kaufte er sei­nen Besitz an Georg Wilhelm Graf von Hopfengarten, der ei­nen Umbau des Schlosses so­wie den Bau von Pächter- und Torhaus ver­an­lasst hatte. Der Gutshof wurde im 19. Jahrhundert an­ge­legt. 1824 kaufte Prinz Johann das Schloss.

1945
Bis zur Enteignung 1945 be­fand sich das Schloss in wet­ti­ni­schem Besitz, letz­ter Schlossherr war Ernst Heinrich von Sachsen. Nach sei­ner Enteignung wurde das Rittergut in ein Staatsgut um­ge­wan­delt. Bis 1969 wurde das Herrenhaus als Kindergarten und Hort so­wie als Kultur- und Schulhaus ge­nutzt. Ein Teil des Schlosses ist seit ei­nem Brand im Jahr 1970 rui­nös.

Nachwendezeit
1994 er­folg­ten Sicherungsarbeiten durch die Deutsche Stiftung Denkmalpflege. Im Jahre 2002 er­warb die Gemeinschaft Lebens(t)raum das Areal.

Heutige Nutzung
Schloss und Gut Jahnishausen wer­den als Ökohof ge­nutzt.

Bodendenkmalschutz
Die Wasserburg be­fand sich auf ei­ner Insel mit um­lau­fen­dem Wassergraben im Schlosspark. Die Anlage wurde Anfang 1936 un­ter Bodendenkmalschutz ge­stellt. Dieser wurde Ende 1957 er­neu­ert.