Schwepnitz: Rittergut Bulleritz

Rittergut Bulleritz
Hauptstraße 4
01936 Schwepnitz OT Bulleritz

Historisches
Das Rittergut fand 1562 erst­mals Erwähnung als Vorwerk. Es war ge­bil­det wor­den, in­dem vier Bauerngüter auf­ge­kauft und zu­sam­men­ge­legt wur­den. Caspar Burggraf von Dohna wurde 1565 mit die­sem Vorwerk be­lehnt. 1817 er­hiel­ten die Grafen zu Stolberg-​Stolberg den Wirtschatshof. Unter ih­nen wurde das Vorwerk zum Rittergut er­ho­ben. 1821 wurde das Wohn- und Wirtschaftsgebäude un­ter Sophie Charlotte Eleonore Gräfin zu Stolberg-​Stolberg er­baut. Neben land­wirt­schaft­li­cher Nutzungfläche be­stand das Rittergut le­dig­lich aus Wirtschaftsgebäuden. In ei­nem da­von be­fand sich auch die Wohnung des Gutsverwalters.

Nach 1945
Wie die meis­ten an­de­ren Rittergüter wurde auch das Rittergut Bulleritz durch Vollzug der Bodenreform ent­eig­net und in der DDR land­wirt­schaft­lich ge­nutzt. Die Enteignung be­traf den Pächter Herrn Sieber, kon­kret den Sohn des Pächters Sieber, der das Rittergut Großgrabe ge­pach­tet hatte. Der Wirtschaftshof wurde zu­nächst zur Schweine- und Rinderhaltung ge­nutzt, spä­ter wurde auf Hühnerzucht umgestellt.

Nachwendezeit
1990 ver­kaufte die Treuhand das Rittergut an eine Firma für Straßen- und Wegebau. Diese ließ den Ostteil des Gebäudes sa­nie­ren, musste dann aber Insolvenz anmelden.

Heutige Nutzung
Zwei der Wirtschaftsgebäude ste­hen au­gen­schein­lich un­ge­nutzt. Ein drit­tes wird teil­weise be­wohnt. Es be­steht um­fas­sen­der Sanierungsbedarf.