Stolpen: Vorwerk der Burg Stolpen

25. September 2012 Aus Von Schlossherrin

Vorwerk der Burg Stolpen
Vorwerk 1
01833 Stolpen

Historisches

Das Vorwerk be­fand sich einst im Besitz der Stadt Jochgrim, dem heu­ti­gen Stolpener Stadtteil Altstadt. Der Bischof Johann I. er­warb das Vorwerk 1361, das dar­auf­hin rund an­dert­halb Jahrhunderte im Besitz der Bischöfe blieb. 1559 ging Altstadt mit­samt dem Vorwerk in kur­fürst­li­chen Besitz über. Das Vorwerk diente der Burg Stolpen als Wirtschaftshof.

Kurfürst August von Sachsen ver­an­lasste die teil­weise Umwandlung des Vorwerks in ein Forsthaus. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Vorwerk 1632 durch die Kroaten, die auch die Burg Stolpen zer­stör­ten, nie­der­ge­brannt. Der Wiederaufbau er­folgte um 1660. Offenbar kam es 1724 auf­grund ei­nes Blitzeinschlags zu ei­nem Brand und da­mit zu ei­ner wei­te­ren Zerstörung, der ein er­neu­ter Wiederaufbau folgte. Die heu­tige Bausubstanz wird auf die Zeit um 1795 bewertet.

Heutige Nutzung

Erhalten sind meh­rere Vorwerksgebäude, in de­ren Hof sich ein klei­ner Brunnen mit Katz und Maus be­fin­det. Die Vorwerksgebäude sind vor­bild­lich sa­niert. Sie wer­den be­wohnt und teil­weise zu Gewerbezwecken genutzt.