Weißenberg: Schloss Gröditz

Schloss Gröditz
Am Schloss 12
02627 Weißenberg OT Gröditz

Historisches
Ein Rittergut wurde be­reits im Jahre 1222 er­wähnt. Im 13. und 14. Jahrhundert ist die Familie Porsitz als Besitzer ver­zeich­net. Nach Hans von Klüx kam im 15. Jahrhundert die Familie von Maxen in den Besitz des Schlosses und be­hielt es un­ge­fähr zwei­hun­dert Jahre in Familienbesitz. Danach ka­men Schloss und Rittergut an die Familie von Gersdorf, die Umbauten ver­an­lasste, die Hauptstruktur des Schlosses prägte und das Schloss für knapp drei Jahrhunderte in Besitz be­hielt. 1892 er­hielt das Schloss durch wei­tere Umbauten seine heu­tige Form. Oskar von Krauß war Besitzer des Schlosses zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ver­an­lasste nach 1911 wei­tere Umbauten. Nachdem das Schloss 1922 teil­weise ab­brannte, wurde es bis 1927 wie­der aufgebaut.

Nach 1945
1945 wurde Gerda von Krauß ent­eig­net. Danach fan­den Flüchtlinge im Schloss Unterschlupf. Ab 1949 wurde Schloss Gröditz als TBC-​Heim ge­nutzt. Nachfolgend diente es seit 1967 als Fachkrankenhaus für Psychiatrie.

Nachwendezeit
1996 ge­langte das Schloss an den Freistaat Sachsen und wurde durch die Caritas als Behindertenpflegeheim ge­nutzt. Seit 2006 be­fin­det sich Schloss Gröditz im Besitz ei­nes Nachfahren der let­ten Besitzerin. Es wurde bis Ende 2007 als Wohnheim für Behinderte ge­nutzt. Das zum Rittergutskomplex ge­hö­rende Gotische Haus ist saniert.

Heutige Nutzung
Die mitt­ler­weile sa­nierte Schlossanlage steht für Hochzeiten und Veranstaltungen zur Verfügung.