Wittichenau: Versunkenes Schloss

12. August 2012 Aus Von Schlossherrin

Versunkenes Schloss | Fluchtburg Dubring
Dubringer Moor
02997 Wittichenau OT Dubring

Historisches

Das Versunkene Schloss ist eine fast qua­dra­ti­sche Viereckschanze im Naturschutzgebiet Dubringer Moor. Aufgrund ih­rer Lage mit­ten im Moor wird die Wallburg in ih­rer einst­ma­li­gen Nutzung als Fluchtburg ge­deu­tet. Vom Wittichenauer Ortsteil Dubring führt ein Abzweig des Froschradweges zum Versunkenen Schloss. Der Weg ist teil­weise als Naturlehrpfad ausgewiesen.

Die Burganlage ist von ei­nem un­ge­fähr ei­nen Meter ho­hen Wall um­ge­ben und an­nä­hernd 140 mal 140 m groß. 1985 wur­den erste Keramikscherben frei­ge­legt, wel­che der Billendorfer Kultur zu­ge­ord­net wer­den konn­ten und ar­chäo­lo­gi­sche Grabungen zur Folge hat­ten.  Damit konnte die Entstehungszeit der Wallburganlage auf die Zeit zwi­schen das 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. da­tiert wer­den. Typisches Merkmal für Burgwälle aus der Zeit der Billinger Kultur ist die Errichtung an Gewässern.

Der Name “Versunkenes Schloss” geht auf eine Sage zu­rück, nach wel­cher im 12. und 13. Jahrhundert auf dem Areal der Wallburganlage ein ver­sun­ke­nes Raubritterschloss ge­stan­den ha­ben soll. Der als hart­her­zig be­schrie­bene Ritter soll nach sei­nem Tod keine Ruhe ge­fun­den ha­ben. Noch heute soll sein Heulen und Klagen vom Grund des Moores zu hö­ren sein.

Bodendenkmalschutz

Das Versunkene Schloss wird auch als Fluchtburg Dubring be­zeich­net und steht als Bodendenkmal un­ter be­son­de­rem Schutz. Vor Ort in­for­mie­ren zwei Informationstafeln so­wohl über die Hintergründe der Burganlage als auch der Sage.
(Fotos: Januar 2023)