Kitzscher: Schloss Thierbach

Schloss Thierbach

Landstraße
04567 Kitzscher OT Thierbach

Historisches

1277 wurde Heinrich von Thierbach als Besitzer des Herrensitzes Thierbach erwähnt. Ab 1471 befand sich der Herrensitz im Besitz der Familie von Kitzscher, unter wel­cher 1548 die Aufwertung zum Rittergut erfolgte. Ab 1650 befand sich das Rittergut für fast ein Jahrhundert im Besitz der Familie von Claußbruch und wurde 1730 an die Familie von Zehmen ver­kauft. Es wech­selte ab 1773 noch mehr­fach die Besitzer und kam 1888 an die Familie von Auenmüller, unter wel­cher im glei­chen Jahr das Schloss in unmit­tel­ba­rer Nähe des Rittergutes im neo­go­ti­schen Stil errich­tet wurde. 1941 wurde Schloss Thierbach an die ASW Espenhain ver­kauft und diente als Wohnunterkunft für Werksdirektoren.

Nach 1945

1945 erfolgte die Enteignung des Rittergutes. Das Schloss hin­ge­gen ver­blieb im Besitz der Aktiengesellschaft Sächsische Werke Espenhain und diente Umsiedlern als Unterkunft.

Heutige Nutzung

Mittlerweile steht Schloss Thierbach seit vie­len Jahren leer und ist voll­kom­men ruinös.

Nossen: Gutshaus Schänitz

Gutshaus Schänitz

01623 Nossen OT Schänitz

Historisches

Möglicherweise bestand um 1203 ein Herrensitz in Schänitz unter Borezlaus et Hermannus de Scheniz. Die Grundherrschaft übte vom 16. bis 18. Jahrhundert das Rittergut Graupzig über Schänitz aus. Das Gutshaus wurde um 1843 erbaut.

Kirchberg: Burg Hohenforst (Burg Fürstenberg)

Burg Hohenforst | Burg Fürstenberg

Hoher Forst
08107 Kirchberg

Historisches

Die Burg wurde Funden zufolge im 13./14. Jahrhundert genutzt und 1316 erst­mals urkund­lich erwähnt. 1331 erfolgte die urkund­li­che Erwähnung als Huz zu dem Honforste. Als eigent­li­cher Name ist “Burg Fürstenberg” bekannt, die Bezeichnung “Burg Hohenforst” ist his­to­risch nicht belegt und resul­tiert ver­mut­lich aus der Lage im Hohen Forst. Zwischen 1324 und 1329 wurde die Turmhügelburg zerstört.

Die Hauptburg war von etwa 22 m Durchmesser und wird als befes­tig­ter Hof gedeu­tet. Dieser ist von einem 10 bis 12 m brei­ten und 1 m tie­fen Graben sowie einem 8 m brei­ten und bis zu 1,5 m hohen Wall umge­ben. Weiterhin gibt es eine in den Fels geschla­gene Zisterne. Nach Aufgabe der Burg ent­stand in unmit­tel­ba­rer Nähe eine Bergarbeitersiedlung.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz besteht seit 1958 für die kom­bi­nierte Anlage aus Burg und Bergbausiedlung. Das Areal ist über Wanderwege zu errei­chen und befin­det sich etwa 1,25 km süd­öst­lich von Burkersdorf im Forst.

Schirgiswalde-​Kirschau: Burgruine Körse

Burgruine Körse

Schlossberg /​ Callenberger Straße
02681 Schirgiswalde-​Kirschau OT Kirschau

Historisches

Zwischen 900 und 1000 wurde auf dem Burgberg eine sor­bi­sche Wehranlage “Korzym” errich­tet, die ver­mut­lich um  1100 zer­stört wurde. Um 1200 ent­stand die Körse als stei­nerne deut­sche Burganlage, sie galt dar­auf­hin als die größte und ver­tei­di­gungs­stärkste Burganlage der Oberlausitz. Nachdem sie 1352 durch den Sechsstädtebund zer­stört wurde, diente sie kurz­fris­tig als Raubritternest, bis 1359 die voll­stän­dige Zerstörung statt­fand. 1408 kam die Burgruine an das Domstift zu Bautzen, im Jahr dar­auf erfolgte die Erwähnung als castrum.

1922 fan­den erste Ausgrabungsarbeiten statt.

Nachwendezeit

1995 wurde das Burgmuseum erbaut. Erhalten sind nur noch wenige Mauerreste. Die Burgruine ist über einen Wanderweg erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage steht seit 1936 unter Schutz als Bodendenkmal. Der Schutz wurde Ende 1958 aufgefrischt.

Pegau: Herrenhaus Hohenlohe

Herrenhaus Hohenlohe

Am Kulturhaus 4
04523 Pegau OT Hohenlohe

Historisches

Das Herrenhaus wurde bereits vor 1800 errich­tet. 1915 erfolgte ein Umbau.

Heutige Nutzung

Es wird durch die Gemeindeverwaltung genutzt.

Nossen: Vorwerk Priesen

Vorwerk Priesen

01623 Nossen OT Priesen

Historisches

1317 bestand ein Herrensitz unter Petrus de Bresyn. 1537 wurde ein Vorwerk erwähnt. Weitere zuver­läs­sige und aus­sa­ge­kräf­tige Informationen lie­gen bis dato nicht vor.

Nossen: Vorwerk Zetta

Vorwerk Zetta

01623 Nossen OT Zetta

Historisches

Das Vorwerk wurde 1762 urkund­lich erwähnt. Zu jener Zeit unter­stand es grund­herr­schaft­lich dem Rittergut Raußlitz. Weitere Informationen lie­gen der­zeit nicht vor.

Nossen: Rittergut Höfgen

Rittergut Höfgen

Höfgen 2
01623 Nossen OT Höfgen

Historisches

Das Rittergut Höfgen wurde um 18301840 erbaut. Eine genaue Zuordnung als Rittergut ist jedoch nicht belegt.

Heutige Nutzung

Teile des frü­he­ren Parks sind noch erhal­ten. Das Herrenhaus ver­fügt über ein Nebengebäude und ist erheb­lich sanierungsbedürftig.

Nossen: Schloss Pinnewitz

Schloss Pinnewitz

Schlosspark 1
01623 Nossen OT Pinnewitz

Historisches

1278 bestand ein Herrensitz unter Hermannus und Albertus fra­tres, mili­tes dic­tis de Pinuwitz, der 1443 als Ritterhof bezeich­net wurde. 1518 war ein Vorwerk bekannt, seit 1551 ein Rittergut. 1697 erwarb General Bernhard von Beust das Rittergut Pinnewitz, in wel­chem eine Gerichtsstube sowie ein Arrestraum ein­ge­rich­tet waren, von der Familie von der Pforte. Das Rittergut blieb in Familienbesitz und gelangte an seine Enkelin Charlotte, die Ladislaus Edler von Sternstein ehe­lichte. Innerhalb der Familie ver­blieb das Rittergut über meh­rere Generationen.

Die napo­leo­ni­schen Kriege brach­ten auch über Pinnewitz Verwüstung und so stand das Herrenhaus 1819 zer­stört und leer. In der Folgezeit küm­merte sich Gottlob Friedrich Edler von Sternstein um den Wiederaufbau, außer­dem ließ er den Pferdestall errich­ten. Eine sei­ner Töchter hei­ra­tete 1852 Pollux Freiherr von Kochtitzky. Im Herbst 1872 brannte es im Herrenhaus. Den Wiederaufbauarbeiten folg­ten um die Jahrhundertwende der Bau der Seitenflügel und des Turms. Ihr Enkel Wörth von Ivernois über­nahm das Rittergut Pinnewitz, das meh­rere Jahre ver­pach­tet war. Die Familie floh 1945.

Nach 1945

Die Familie von Ivernois wurde ent­eig­net. Im Schloss Pinnewitz wur­den Wohnungen ein­ge­rich­tet, das Land aufgeteilt.

Heutige Nutzung

Die Nutzung von Schloss Pinnewitz als Wohnhaus dau­erte fort. Seit 2013 wird das Schloss Stück für Stück saniert und schritt­weise neu vermietet.