Glauchau: Burganlage Glauchauer Sachsenallee

Burganlage Glauchauer Sachsenallee

08371 Glauchau

Historisches

In einer Kartografie von 1800 ist eine als „die Wahl“ bezeich­nete Ringwallanlage ein­ge­tra­gen. Aus einer Schrift von 1846 geht her­vor, dass die Ringwallanlage in jenem Jahr ein­ge­eb­net wor­den war. Auf der Stelle soll im 18. Jahrhundert ein gräf­li­chen Lusthaus, Chaumière genannt, gestan­den haben. Unter die­sem soll ein aus Ziegeln bestehen­des Fundament auf­ge­fun­den wor­den sein. Es han­delte sich ver­mut­lich um eine sehr kleine Burg, die mit einem was­ser­füh­ren­den Graben umge­ben war.

Wenige Jahre vor der poli­ti­schen Wende war es Bodendenkmalpflegern gelun­gen, die Stelle des ehe­ma­li­gen Standortes der Burg zu loka­li­sie­ren. Geplante archäo­lo­gi­sche Forschungen wur­den letzt­lich nicht aus­ge­führt. Die Anlage soll zwi­schen dem Fußballstadion und der Plattenbau-​Siedlung Sachsenallee gestan­den haben. Überirdisch ist heute nichts mehr zu erken­nen, auch wurde die Stelle nicht gekenn­zeich­net. Möglicherweise wur­den letzte Reste der Burganlage in den Nachwendejahren bei Bauarbeiten beseitigt.

Leipzig: Kuhburg

Kuhburg

04109 Leipzig

Historisches

Die Kuhburg, über die nur spär­li­che Informationen bekannt sind, stand im Stadtteil Alt-​Lindenau an der heu­ti­gen Jahnallee. Sie befand sich im Besitz der Herren von Koburg. Der Kuhturm war ein Überbleibsel der Burg, er wurde als Brandwache und Aussichtsturm genutzt. Ab 1528 beher­bergte er die Ratsförsterei und spä­ter das Gasthaus Vorderes Restaurant Palmengarten. 1938 bzw. 1939 wur­den der Kuhturm und angren­zende Gebäude gesprengt. Es ist nichts mehr erhalten.

Doberschau: Burg Trebista

Burg Trebista

Landkreis Bautzen
ver­mut­lich Doberschau

Historisches

Trebista war der Name einer Burg in der heu­ti­gen Oberlausitz, die im Jahr 1007 als cas­tel­lum Trebista zusam­men mit den Burgen Ostrusna (Ostro oder Ostritz) und Godobi/​Godubi (ver­mut­lich Göda) von König Heinrich II. dem Hochstift Meißen als Geschenk über­tra­gen wurde. Für 1071 ist ein bur­c­war­dum Trebiste urkund­lich nachweisbar.

Die exakte Lage der Burg ist nicht bekannt und unter Historikern umstrit­ten. In Frage kom­men haupt­säch­lich zwei Orte im Landkreis Bautzen: Großdrebnitz bei Bischofswerda (ohne Hinweis auf eine früh- bzw. hoch­mit­tel­al­ter­li­che Befestigungsanlage) und Doberschau bei Bautzen (mit der früh­mit­tel­al­ter­li­chen Wallburg Doberschauer Schanze).

Im 18./19. Jahrhundert gab es wei­tere Theorien über die eins­tige Lage des cas­tel­lum Trebista. Dabei beruh­ten diese Theorien fast aus­schließ­lich auf sprach­li­chen Ähnlichkeiten, wobei oft die neu­zeit­li­chen Ortsnamen und nicht ihre ältes­ten bekann­ten Varianten berück­sich­tigt wur­den. Die bekann­ten Historiker Alfred Meiche und Karlheinz Blaschke bevor­zu­gen die Variante Doberschau.

Reichenbach: Wallburg Oehlisch

Wallburg Oehlisch | Schanze

02894 Reichenbach OT Oehlisch

Historisches

Die Wallburg wurde auch als Schanze bezeich­net und ist eine Wehranlage, die unter den Slawen errich­tet wor­den war. Sie befand sich zwi­schen der Steinmühle und der Belgermühle.

Bodendenkmalschutz

Die Wälle sind ein­ge­eb­net, der Standort wurde 1937 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Der Schutz wurde 1958 erneuert.

Herrnhut: Burg Niederrennersdorf

Burg Niederrennersdorf

Heideberg
02747 Herrnhut OT Rennersdorf

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Turmhügelburg ver­fügte über einen Wehrgraben mit Bogenwall. Sie wurde nord­öst­lich vom Ort und öst­lich der Pließnitz auf dem Heideberg errichtet.

Bodendenkmalschutz

Die Anlage wurde zuerst 1938 und erneut 1958 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Vierkirchen: Wallburg Döbschütz

Wallburg Döbschütz

Burgberg
02894 Vierkirchen OT Döbschütz

Historisches

Die Wallburg stammte aus der Zeit der Slawen und wurde auf einem Bergsporn öst­lich über dem Schwarzen Schöps errich­tet. Ein noch erkenn­ba­rer Abschnittsgraben ist durch eine Bebauung teil­weise zer­stört. Die Wallanlage befin­det sich süd­west­lich des Orts Döbschütz und süd­öst­lich von Melaune.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz wurde 1955 erteilt.

Lawalde: Wallburg Kleindehsa

Wallburg Kleindehsa

Hochstein
02708 Lawalde OT Kleindehsa

Historisches

Die Ringwallanlage wurde in Gipfellage auf dem 534 m hohen Hochstein errich­tet. Es han­delte sich um einen Steinwall unter Ausnutzung der natür­li­chen Klippen. Die Wallburg Kleindehsa liegt nord­west­lich vom Ort und ist über meh­rere Wanderwege erreichbar.

Bodendenkmalschutz

Schutz als Bodendenkmal besteht seit Ende 1936. Erneuert wurde der Schutz 1958.

Rothenburg: Wallburg Vaterunserberg

Wallburg Vaterunserberg

02929 Rothenburg OT Nieder-Neundorf

Historisches

Die Wallburg stammt aus der frü­hen Eisenzeit und befand sich nord­west­lich des Ortes zwi­schen der Görlitzer Landstraße und der Neiße-​Niederung. Als grobe Entstehungszeit kann 750 v. Chr. ange­ge­ben wer­den. Damit zählt sie zu den ältes­ten Anlagen die­ser Art im heu­ti­gen Sachsen.

Bodendenkmalschutz

Der Ringwall ist durch Landwirtschaftseinwirkungen ober­fläch­lich ver­eb­net und wurde 1954 sowie erneut 1956 unter Bodendenkmalschutz gestellt.

Großschönau: Wasserburg Am Hofe

Wasserburg Am Hofe

Am Hofe | nörd­li­che Mandau-Aue
02779 Großschönau

Historisches

Die mit­tel­al­ter­li­che Wasserburg in der Mandau-​Aue ist kaum noch aus­zu­ma­chen. Sie wurde ober­fläch­lich stark ver­än­dert und ist teil­weise über­baut. Der Graben wurde eingeebnet.

Bodendenkmalschutz

Bodendenkmalschutz erhielt das Burgareal Ende 1935. Dieser wurde Anfang 1959 erneuert.

Hartenstein: Burg Ur-Stein

Burg Ur-​Stein

An der Eichleithe
08118 Hartenstein

Historisches

Die Höhenburg wurde auch als Eichleithe bezie­hungs­weise Eichlehde bezeich­net. Sie befand sich 750 m west­lich von Hartenstein am Hochufer der Zwickauer Mulde nord­öst­lich des Bahnhofs.

Der Burghügel zeigt sich in ova­ler Form mit den Maßen 25 x 35 m. Außerdem bestehen ein sichel­för­mi­ger Randwall von 5 bis 7 m Breite und bis zu 1 m Höhe, ein Abschnittsgraben von 5 bis 8 m Breite und 2 m Tiefe, ein Abschnittswall von 5 bis 6 m Breite und 1,5 bis 2 m Höhe  sowie ein wei­te­rer Graben von 4 bis 6 m Breite und 1 bis 1,5 m Tiefe.

Bodendenkmalschutz

Die Burganlage Ur-​Stein wurde im Sommer 1958 unter Bodendenkmalschutz gestellt.